Ärzte Zeitung online, 27.03.2017

Datenaustausch

Big Data gegen Schmerzen

Ein Kommentart von Marco Mrusek

In der Schmerzmedizin wird umgedacht: War bisher der Schmerz-Facharzt das Kernthema, setzt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) nun ganz auf das Konzept Netzwerk. Passend dazu: das PraxisRegister Schmerz der DGS mit seiner Cloud-Plattform iDocLive®.

Darüber kann es keinen Zweifel geben: Ohne einen intensiven und professionellen Datenaustausch können innovative Versorgungskonzepte in der Schmerzmedizin nicht funktionieren. Das PraxisRegister geht in die richtige Richtung. Es verbindet Arzt und Patient, will die Kommunikation über den Schmerz für alle Beteiligten erleichtern und fußt dabei voll und ganz auf Big Data. Nicht nur die individuelle Kommunikation zwischen Ärzten und Patient generiert Daten per Rückmeldung vom Patienten zu Arzneimittelwirkung und Schmerzentwicklung. Auch die Versorgungsforschung soll profitieren, anonymisierte Daten stehen der Evaluierung durch die Kassen zur Verfügung.

Das Schmerzregister hat eine faire Chance verdient. Wie bei allen digitalen Vorstößen, deren Namen gerne mit dem Suffix "4.0" geschmückt werden, gilt allerdings: Datenbesitz verpflichtet. Und eines sollte deshalb nicht vergessen werden: Die Datensicherheit muss ganz oben stehen.

Lesen Sie dazu auch:
Schmerztherapie: Register erleichtert den Austausch

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Mehr Ausgaben zur Gesundheitsförderung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen erreicht – so viele wie nie zuvor. Doch es gibt auch Lücken. mehr »

Zahl der Abtreibungen zurückgegangen

2018 wird es wohl weniger Schwangerschaftsabbrüche geben als im Jahr zuvor, so eine Statistik. mehr »