Ärzte Zeitung online, 19.08.2009

Dreifach erhöhte Migräne-Prävalenz bei MS-Patienten

SEATTLE (hem). Bei MS-Patienten ist die Migränerate um den Faktor Drei erhöht - und das sowohl bei Frauen wie Männern. In einer Studie mit 2000 Patienten, die Professor Ilya Kister aus New York beim Kongress der der American Academy of Neurology (AAN) in Seattle in den USA vorgestellt hat, litten 56 Prozent der Frauen und 18,4 Prozent der Männer mit MS zugleich an einer Migräne.

In einer Vergleichsgruppe ohne MS wurde eine Prävalenz von 17,1 und 5,6 Prozent beobachtet. Bei Alter, Krankheitsbeginn und -dauer sowie Interferontherapien ergaben sich keine Unterschiede zwischen MS-Patienten mit und ohne Migräne. Allerdings hatten MS-Patienten mit Migräne im Schnitt eine höhere Schubfrequenz.

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