Ärzte Zeitung, 20.01.2010

Weniger Migräne bei Schwangeren durch Reiz-Ausblendung

KIEL/ROSTOCK (ars). Bei zwei Dritteln der Migräne-Patientinnen mindern sich die Beschwerden in der Schwangerschaft. Auf eine mögliche Ursache weist die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft hin: Migräne-Patientinnen können im letzten Trimenon wiederkehrende Reize so gut ausblenden wie Gesunde, wie Forscher aus Kiel und Rostock ermittelt hatten.

Vier Wochen nach der Entbindung dagegen hatte sich diese kortikale Habituation wieder verschlechtert, und die Patientinnen reagierten länger und intensiver auf unbedeutende Geräusche. Die Wissenschaftler hatten bei 57 Teilnehmerinnen ein EEG aufgezeichnet, während sie auf Töne achten sollten. Als Grund für die Besserung vermuten die Autoren die verringerten Hormonschwankungen bei Schwangeren (Cephalgia 28, 2009, 1053).

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie man trotz Plätzchen den Kilos trotzt

Ein Lebkuchen hier, ein Dominostein da und dann noch die fette Weihnachtsgans. Forscher geben studiengeprüfte Tipps gegen den üblichen Gewichtszuwachs an den Feiertagen. mehr »

Psychotherapeuten werfen der Koalition Diskriminierung vor

15:07Die Psychotherapeuten laufen Sturm gegen das TSVG. Sie fordern gleiche Rechte für ihre Patienten. mehr »

Prostatakrebs immer früher entdeckt

Im Vergleich zu den 1990er Jahren wird das Prostatakarzinom bei Männern unter 50 Jahren heute bereits in früheren Stadien diagnostiziert. Darauf deuten Studienergebnisse hin. mehr »