Schmerzen

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Modul: Opioide in der Hausarztpraxis – Chronische nicht-tumorbedingte Schmerzen

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Ärzte Zeitung online, 27.12.2010

Wann ist Kopfschmerz ein Notfall?

Bei plötzlich auftretenden, in dieser Stärke noch nie dagewesenen Kopfschmerzen sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Das gilt vor allem auch dann, wenn zusätzlich neurologische Symptome auftreten. Bei der Diagnostik ist Eile geboten, denn unter Umständen können die Kopfschmerzen Symptom einer lebensbedrohlichen Erkrankung sein.

Wann ist Kopfschmerz ein Notfall?

Plötzlich auftretende sehr starke Kopfschmerzen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es könnte eine lebensbedrohliche Erkrankung dahinter stecken.

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MÜNCHEN / MÜNSTER (eb). Frau M. ist heute mit starken, noch nie gekannten Kopfschmerzen aufgewacht. Sie fragt sich: Was soll ich tun? Kann ich warten bis die Kopfschmerzen zurückgehen? Soll ich eine Kopfschmerztablette nehmen, oder muss ich bei einem Arzt Hilfe suchen? Sind meine Kopfschmerzen lebensgefährlich? Ist es die bekannte Migräne oder ein neu aufgetretener harmloser Kopfschmerz? Solche Fragen stellen sich Betroffene in der vom Schmerz bestimmten Ausnahmesituation.

In Deutschland leiden rund zehn Prozent der Menschen im Leben unter solch plötzlich auftretenden und unbekannten Kopfschmerzen, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). "Um lebensbedrohliche Formen von Kopfschmerzen zu erkennen, steht die sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte durch einen Facharzt an erster Stelle", sagt Privatdozent Dr. Martin Marziniak, Oberarzt der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Münster und Mitglied der DMKG.

Sollten apparative Untersuchungen unauffällig sein, kann es sich um einen primären Donnerschlagkopfschmerz ohne bekannte Ursache handeln. Als Faustregel gilt: Bei stärksten Vernichtungskopfschmerzen ("Kopfschmerzen wie noch nie"), bei unbekannten, schweren oder ungewöhnlich lang anhaltenden Kopfschmerzen oder bei Auftreten von zusätzlichen neurologischen Symptomen wie Nackensteifigkeit, Bewusstseinsminderung, Halbseitenlähmung oder Taubheitsgefühlen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, betont die DMKG.

Insgesamt handelt es sich bei etwa acht Prozent aller Patienten um einen Kopfschmerz aufgrund von symptomatischen, potenziell lebensgefährlichen Ursachen. Hierbei können auch Ursachen wie ein Herzinfarkt oder eine Tumorerkrankung die Kopfschmerzen auslösen.

Unverzichtbar: detaillierte Analyse der Kopfschmerzen

Besonders wichtig ist es, genau nachzufragen, ob die Schmerzen schlagartig und in einer noch nie da gewesenen Stärke aufgetreten sind. Ebenso notwendig zu wissen ist, ob die Kopfschmerzen dem Patienten schon bekannt vorkommen oder ob es für ihn ganz neue, unbekannte Schmerzen sind.

Eine neurologische körperliche Untersuchung ist angezeigt, wenn zusätzlich der Nacken steif wird und der Patient den Kopf nicht mehr auf die Brust legen kann, ohne eine Bewegungseinschränkung zu bemerken. Auch starkes Ziehen im Halsbereich ist ein Alarmzeichen, das zu einer neurologischen Untersuchung führen sollte. Liegen Fieber oder Entzündungszeichen im Blut vor, kann eine Meningitis bestehen. Diese muss dann mittels einer Liquoruntersuchung weiter abgeklärt werden.

Vernichtungskopfschmerz, besonders nach körperlicher Anstrengung, starkem Pressen oder Bluthochdruck kann ein Hinweis auf ein eingerissenes Blutgefäss im Gehirn und Zeichen oder Vorbote einer Subarachnoidalblutung sein. Etwa jeder sechste Patient mit einer Subarachnoidalblutung stirbt noch vor dem Eintreffen im Krankenhaus. All diese Arten von Kopfschmerzen sind also ein Grund für eine sofortige notfallmäßige Untersuchung. Durch eine alleinige körperlich-neurologische Untersuchung lässt sich hier nicht sicher eine Subarachnoidalblutung ausschließen, sondern es müssen eine Computertomografie des Kopfes und gegebenenfalls auch eine Liquorpunktion erfolgen, um sicher eine Blutung auszuschließen.

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