Ärzte Zeitung, 02.09.2011

Migräne beschleunigt Kognitionsabnahme nicht

NEU-ISENBRUG (mar). Ob Migräne zu einer rascheren Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit führt, wird kontrovers diskutiert.

In der jetzt publizierten prospektiven EVA*-Studie mit 1170 Kopfschmerzpatienten fand sich über einen Beobachtungszeitraum von 4 bis 5 Jahren kein Anhaltspunkt für einen solchen Zusammenhang (Cephalalgia 2011; online 4. August).

Die Auswertung von neun verschiedenen kognitiven Tests ergab: Kognitive Beeinträchtigungen traten bei Patienten mit Migräne oder anderen Kopfschmerzen nicht schneller auf als bei Kontrollpersonen ohne Kopfschmerzen.

*EVA: Epidemiology of Vascular Ageing

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wirkstoff zum Cannabis-Entzug

Die Blockade der Fettsäureamid-Hydrolase reduziert Symptome beim Cannabis-Entzug. Mit einem Hydrolasehemmer senkten Abstinenzwillige den Konsum um fast 70 Prozent. mehr »

Arzt und Kämpfer gegen sexuelle Gewalt

Die Gewinner der Nobelpreise haben am Montag ihre Auszeichnungen entgegengenommen. Besondere Aufmerksamkeit erlangte dabei der Arzt Denis Mukwege, Träger des Friedensnobelpreises. mehr »

TI-Anschluss verweigern und dann klagen

An den Konnektoren scheiden sich die Geister. Medi-Vorstand Dr. Werner Baumgärtner sucht jetzt die juristische Auseinandersetzung. Sein Ziel: Sicherheitslücken in den Geräten feststellen zu lassen. mehr »