Schmerzen

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Ärzte Zeitung, 22.04.2005

"Reha nur mit guter Analgesie"

Studie: Schmerzpatienten profitierten von Oxycodon

FRANKFURT / MAIN (mar). Physiotherapeutische Therapien gehören zu den Basismaßnahmen bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Voraussetzung dafür, daß die Patienten ihre Übungen adäquat machen können, ist eine ausreichende Schmerzlinderung.

Häufig wird aber nur eine unzureichende Schmerzlinderung erzielt. Das Ergebnis von Reha-Maßnahmen ist entsprechend schlecht. Darauf wies Privatdozent Michael Überall vom Schmerzzentrum Nürnberg beim Deutschen Schmerztag in Frankfurt am Main hin.

Überall verwies auf die Ergebnisse einer Befragung von Patienten nach Abschluß eines zweiwöchigen Reha-Programms: 47 Prozent fühlten sich wegen ihrer Schmerzen mäßig bis sehr stark beeinträchtigt bei der Ausführung des Reha-Programms, besonders bei der Physiotherapie.

Daß eine gute Schmerztherapie die Effizienz von Reha-Maßnahmen wesentlich verbessern kann, ist in einer dreiwöchigen Reha-Studie bei 443 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen unterschiedlicher Ursachen nachgewiesen worden. Einbezogen wurden Patienten mit einer Schmerzintensität von mindestens 50 mm auf der Visuellen Analog-Skala (von 0 = kein Schmerz bis 100 = stärkste Schmerzen), wobei die durchschnittliche Schmerzintensität zu Studienbeginn 73 mm VAS betrug.

Das berichtete Überall bei einem Symposium des Unternehmens Mundipharma. 154 Patienten bekamen eine konventionelle Reha-Behandlung. 289 Patienten wurden modifiziert therapiert: Sie erhielten zusätzlich zur konventionellen Therapie eine Schmerztherapie mit Oxycodon (Oxygesic®) in individuell angepaßter Dosierung.

Die Befragung der Patienten nach Abschluß des Reha-Programms ergab signifikante Vorteile für die modifizierte Therapie: 58 Prozent der Patienten mit dieser Therapie fühlten sich bei der Physiotherapie nicht oder nur leicht beeinträchtigt, bei den Patienten mit konventioneller Behandlung waren es lediglich 27 Prozent.

Die Frage, wie stark die Schmerzen die Patienten in ihren Tätigkeiten oder Bedürfnissen einschränken, wurde mit "wenig oder gar nicht" von 70 Prozent der Patienten mit der modifizierten Therapie, aber nur von 53 Prozent derjenigen mit der konventionellen Behandlung beantwortet. Und nach der beruflichen Arbeitsfähigkeit befragt, gaben 55 Prozent der Patienten mit angepaßter Therapie eine Normalisierung oder starke Besserung an. Mit der konventionellen Therapie waren dies dagegen nur 17 Prozent der Patienten.

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