Ärzte Zeitung, 25.06.2012

Programm macht arbeitsfähig nach Rückenschmerz

KOPENHAGEN (he). "Keine Zeit verlieren" lautet das Motto, um Patienten mit Rückenschmerzen vor chronischen Verläufen mit langer Krankschreibung oder Frühberentung zu bewahren. Ein Modell zur integrierten Versorgung macht das möglich.

Nach mehr als dreimonatiger Krankschreibung kehren innerhalb von zwei Jahren nur 35 Prozent der Patienten an den Arbeitsplatz zurück, berichtete Dr. Gerhard Müller-Schwefe aus Göppingen bei einem Symposium von Grünenthal in Kopenhagen.

In ein integriertes Versorgungskonzept der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und mehreren Krankenkassen werden mehr als vier Wochen krankgeschriebene Patienten nicht vom Arzt zugewiesen, sondern als Leistungsangebot der Krankenkassen eingebracht (www.imc-de.de/versorgungsvertraege/rueckenschmerz.html).

Die Honorierung richtet sich nach dem Erfolg. Die Patienten erhalten vier bis acht Wochen lang an mindestens drei Tagen pro Woche je eine Stunde Psycho/Verhaltens-, Physio- und Schmerztherapie.

Sechs Monate später waren 86,3 Prozent der bislang mehr als 5800 Teilnehmer wieder arbeitsfähig. Gegenüber einer Kontrollgruppe waren die Arbeitsausfalltage um die Hälfte reduziert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie Seelenklempner Stress bewältigen

Einen Sonntagsblues kennen sie nicht, denn montags ist Chorprobe: In Berlin singen Psychiater, Psychologen und Neurologen seit Jahren gemeinsam in einem außergewöhnlichen Chor. mehr »

Anti-Aging klappt – mit dem richtigen Sport

Wer sein Leben mit Hilfe von Sport verlängern will, sollte auf Sport setzen – und dabei vor allem auf eine Trainingsform, wie eine saarländische Studie jetzt nahelegt. mehr »

Cannabis ist weiter meistkonsumierte Droge

Sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen nimmt Cannabis unter den illegalen Drogen weiterhin die prominenteste Rolle ein. Das geht aus dem DBDD-Jahresbericht hervor. mehr »