Ärzte Zeitung online, 31.07.2017

Großbritannien

Baby Charlie im Hospiz gestorben

LONDON.Das britische Baby Charlie Gard ist nach Angaben des britischen Senders BBC noch am Freitag, den 28. Juli, in einem Hospiz gestorben.

Vorausgegangen war, wie berichtet, ein monatelanger juristischer Streit um das Schicksal des Kindes. Charlie litt am mitochondrialen DNA-Depletionssyndrom. Das elf Monate alte Kind musste künstlich beatmet und ernährt werden.

Charlies Ärzte in London hatten sich dafür ausgesprochen, dass der Junge in Würde sterben soll. Seine Eltern wollten ihn dagegen für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Eine Klage der Eltern gegen die Entscheidung der Ärzte war erfolglos geblieben.

Vor einer Woche hatten die Eltern den juristischen Streit aufgegeben. Ihre schlimmsten Befürchtungen bezüglich des Gesundheitszustandes des Kindes hätten sich bestätigt, so ihr Anwalt. Es sei jetzt zu spät gewesen, Charlie zu behandeln. (mal/mit dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Komplementärmedizin für Krebskranke tödlich wird

Krebspatienten, die zusätzlich unbewiesene Heilverfahren nutzen, verschlechtern wohl ihre Überlebenschance. Die Erklärung ist nicht in der Komplementärmedizin selbst zu suchen. mehr »

KBV kämpft um Autonomie der Ärzte

Die im TSVG enthaltenen verpflichtenden Mindestsprechzeiten sind der KBV nach wie vor ein Dorn im Auge. Der Vorstand fordert nun die Regierung auf, diesen Passus zu streichen. Und das ist nicht der einzige Änderungsvorschlag. mehr »

Kurskorrektur in der Alzheimerforschung?

Offenbar entzieht sich das Gehirn bei Morbus Alzheimer dem Immunsystem. Checkpoint-Hemmer aus der Krebstherapie könnten dies verhindern. Bei Mäusen klappt das schon. mehr »