Ärzte Zeitung online, 16.10.2017

Hämophilie

Unterstützung bei Heimselbstbehandlung

Ein neuer Patientenservice unterstützt Hämophilie- Patienten durch Beratung und Zusatzschulungen bei der Selbstbehandlung zu Hause.

DREIEICH. Die ärztlich kontrollierte Heimselbstbehandlung ermöglicht es Hämophilie-Patienten ja, ein fast normales Leben zu führen und das Risiko spontaner Blutungen zu minimieren. Voraussetzung für eine sichere Behandlung ist dabei eine konsequente und korrekte Anwendung der Faktor-Konzentrate.

Mit dem neuen Programm haemoPRO will das Unternehmen Biotest jenen Betroffenen sowie deren Angehörigen und Betreuern, die damit Probleme haben, die nötige Sicherheit in der Anwendung der Medikamente vermitteln. Das Programm ergänze und vertiefe dabei den ärztlichen Leistungsumfang, teilt das Unternehmen mit: Das Programm haemoPRO setze dort an, wo trotz ausführlicher Einweisung durch den Arzt Unsicherheiten auftreten, etwa beim sterilen Arbeiten, dem konkreten Auflösen des Konzentrats, beim Auffinden der Venen und der intravenösen Applikation.

Der Service von haemoPRO stehe grundsätzlich Patienten offen, die mit Gerinnungsfaktoren des Unternehmens Biotest in den Indikationen Hämophilie A und Hämophilie B behandelt werden. "Wenn der behandelnde Arzt den Bedarf einer intensivierenden Beratung oder Zusatzschulung im häuslichen Umfeld des Patienten feststellt und der Patient nach der Vorstellung des haemoPRO-Services durch den Arzt einer Teilnahme zustimmt, werden in einem persönlichen Gespräch der weitere Ablauf und die entsprechenden Maßnahmen festgelegt", heißt es in der Mitteilung. Eine Pflegekraft von haemoPRO vereinbare den ersten Termin mit dem Patienten sowie Folgetermine. haemoPRO halte den Arzt nach jedem Kontakt auf dem aktuellen Stand.

Weitere Informationen erhalten Sie über https://www.haemopro.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »

Urologen befeuern Diskussion um Herztoddiagnostik

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert große Reformen bei der Organspende. DGU-Präsident Professor Paolo Fornara erläutert im Interview, welche Neuregelungen seiner Meinung nach dringend nötig sind. mehr »