Ärzte Zeitung, 15.06.2005

Guter Knorpel-Schutz auch bei Intervalltherapie

Daten einer Praxisstudie zu D-Glucosaminsulfat präsentiert

BADEN/WIEN (kat). Eine Therapie mit D-Glucosaminsulfat kann bei Arthrose den Knorpelabbau bremsen. Das ist aus Langzeitstudien bekannt. Positive Therapieeffekte sind dabei nach einer aktuellen Praxisstudie auch bei intermittierender Behandlung vorhanden.

Kniegelenk bei Arthrose mit Knorpeldefekten und Abnutzungserscheinungen. Foto: Prof. W. Pförringer

Für das auf Grünem Rezept zu verordnende D-Glucosaminsulfat (Dona® 200 S) ist in etwa 30 Studien und Anwendungsbeobachtungen mit über 8000 Patienten der symptomatische und strukturmodifizierende Effekt nachgewiesen worden. Daran hat Dr. Thomas Kausch aus Bad Neuenahr bei einer vom Unternehmen Opfermann unterstützten Veranstaltung in Baden bei Wien aus Anlaß des EULAR erinnert.

Klare Erfolge bringt auch eine Intervalltherapie, wie die von Dr. Ulrich Marx aus Stuttgart vorgestellte Praxisstudie ergeben hat. In 271 Zentren hatten 1289 Patienten (18 bis 89 Jahre) mit radiologisch nachgewiesener Gonarthrose dreimal eine sechswöchige Kur mit dem Mittel, jeweils unterbrochen von einer dreiwöchigen Einnahmepause, bekommen. Die Therapie mit NSAR oder COX-Hemmern wurde dabei fortgeführt.

Die Wirksamkeit wurde etwa mit dem WOMAC-Score beurteilt, der Schmerzen und Gelenkfunktion erfaßt. Nach sechs Wochen wurde hier bei 54 Prozent der Patienten eine Besserung dokumentiert. Die Ärzte beurteilten die Wirksamkeit bei drei von vier Patienten als sehr gut oder gut, und das trotz eines meist relativ späten Therapiebeginns.

Denn die Erstdiagnose war im Mittel vor fünf Jahren gestellt worden. Die Verträglichkeit erwies sich bei etwa 90 Prozent der Patienten als sehr gut oder gut.

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