Ärzte Zeitung online, 02.10.2013
 

Implantatsystem

Neue Option bei Kniearthrose

Bei Gonarthrose lässt sich mit einer implantierten Feder die Belastung des Knies reduzieren. Mit dem Eingriff kann eine Operation am Gelenk vermieden werden.

ZÜRICH/HAYWARD. Für Patienten mit Kniearthrose gibt es eine neuartige Behandlungsmethode. Hinter dem System KineSpring® verbirgt sich eine implantierbare Entlastungsfeder, die die Überbelastung des betroffenen Knies bei jedem Schritt auffängt.

Patienten werden so von Arthrose-bedingtem Schmerz und Funktionsverlust befreit, teilt das Unternehmen Moximed mit. Nach dessen Angaben leben bereits knapp 500 Patienten weltweit mit dieser Feder im Knie.

Die Entlastungsfeder wirkt wie ein Stoßdämpfer und wird außerhalb des Kniegelenks minimalinvasiv implantiert, heißt es in der Mitteilung. Bei jedem Schritt fängt sie die Überbelastung des betroffenen Knies auf, befreit so Betroffenen von Arthrose-Schmerzen und gibt ihnen ihre Bewegungsfreiheit zurück.

Der Vorteil des Systems ist, dass es nicht direkt in das Gelenk, sondern wie ein Scharnier seitlich davon eingesetzt und so die Anatomie des Kniegelenks nicht zerstört wird. Die Möglichkeit einer späteren operativen Behandlung bleibt so weiterhin gewährleistet. Gleichzeitig sind die Patienten dadurch in der Regel wieder schnell auf den Beinen, so das Unternehmen.

In der Mitteilung wird eine 55-jährige Patientin zitiert: "Ich war sportlich immer sehr aktiv. Doch die Arthrose hat mich wortwörtlich in die Knie gezwungen und ich musste alles aufgeben", erklärt sie.

Seit zwei Monaten lebt sie nun mit ihrer Entlastungsfeder am rechten Knie und ist sehr zufrieden. "Bereits zwei Wochen nach der OP konnte ich ohne Gehhilfen ganz normal gehen, nach vier Wochen wieder voll in den Beruf einsteigen."

Jetzt läuft sie jeden Tag eine halbe Stunde zu Fuß zur Arbeit und freut sich über die sukzessiv zurückgewonnene Bewegungsfreiheit. "Ich kann jetzt schon wieder im Schneidersitz sitzen und bald hoffentlich auch wieder richtig Inliner fahren." (eb)

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