Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung, 02.05.2005

Bakterien-Toxin lindert Schmerz bei Epicondylitis

Einmal injiziertes Botulinumtoxin A reduziert Symptome bei chronischem Tennisellenbogen über vier Monate lang

BADEN-BADEN (ner). Patienten mit chronischem Tennisellenbogen kann offenbar einfach und dauerhaft mit Botulinumtoxin A geholfen werden. Innerhalb von 18 Wochen nach einer einmaligen Injektion des Toxins nahmen in einer Studie die Schmerzen kontinuierlich ab.

"Leider gibt es bis jetzt keine evidenzbasierte Therapie für ein so alltägliches Krankheitsbild wie die chronische Epicondylitis", hat der Berliner Orthopäde Dr. Richard Placzek beim Jahrestreffen der süddeutschen Orthopäden in Baden-Baden berichtet. Viele Patienten hätten bereits ein breites Spektrum von konservativen und operativen Therapien hinter sich, ohne daß es zu einer wesentlichen Besserung kam.

Placzek und seine Kollegen haben nun in eine Multicenterstudie 130 Patienten eingeschlossen, denen entweder einmalig 60 Einheiten des Botulinumtoxin-A-Präparates Dysport® oder Placebo (Kochsalzlösung) in die Hand- und Fingerextensoren injiziert worden war.

Die Nachuntersuchungen erfolgten durch verblindete Untersucher. Obwohl ein erheblicher Placebo-Effekt zu beobachten war, ließen mit Botulinumtoxin die Schmerzen signifikant stärker nach als mit Placebo. Die Schmerzen bei den Patienten mit dem Toxin nahmen im Untersuchungszeitraum von 18 Wochen kontinuierlich ab. Gleichzeitig nahm die Kraft bei Extension im Handgelenk zu. Diese Extension ist bei Epicondylitis-Patienten meist eingeschränkt, da sie die Schmerzen verstärkt.

Als einzige unerwünschte Wirkung registrierten die Ärzte eine Abnahme der Kraft im dritten Finger, der zwei Wochen nach der Injektion temporär leicht gelähmt war. Darauf müsse man die Patienten hinweisen, so Placzek. Die Arbeitsfähigkeit der Patienten war im allgemeinen nicht beeinträchtigt, hieß es.

Diese Resultate bestätigen die Ergebnisse einer Pilotstudie mit 16 Patienten, bei denen die Verbesserung über den kompletten Untersuchungszeitraum von 18 Monaten bestehen blieb.

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