Rheuma

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Ärzte Zeitung, 23.05.2005

"Knieprothese? - Dann Rucksack statt Tasche!"

BADEN-BADEN (ner). Patienten mit frisch implantierter Knieprothese sollten Lasten eher auf der operierten Seite tragen als auf der Gegenseite. Noch besser ist es, wenn Betroffene einen Rucksack benutzen.

Das empfehlen Rehabilitationsmediziner aus Bad Klosterlausnitz aufgrund von vergleichenden Gang-Analysen. Die Kollegen hatten Patienten mit Knie-Totalendoprothese (K-TEP) nach abgeschlossener Rehabilitation untersucht - das war etwa sechs Wochen postoperativ - sowie Gesunde.

Nach der Verwendung einer K-TEP müßten die Patienten erst umlernen. Viele Patienten hätten nach der Operation noch Angst beim Laufen und fühlten sich unsicher. Darauf wiesen Dr. Kerstin Erler und ihre Mitarbeiter bei einer Posterpräsentation bei der süddeutschen Orthopädentagung in Baden-Baden hin.

Da Patienten zunächst noch häufig Gehilfen benutzten, würden sie Lasten, etwa Einkaufstaschen, meist auf der Gegenseite tragen. Doch das führt zu Gangveränderungen, die das operierte Knie und auch die Hüfte auf der operierten Seite vermehrt belasten.

Das belegen die Ganganalysen bei 36 K-TEP-Patienten. Verglichen wurde ihr Gang mit dem von 20 Gesunden. Die Teilnehmer liefen mit ein- und dann beidseitiger Gewichtsbelastung.

Sobald die Patienten unabhängig von der Gehhilfe laufen können, sollten sie Lasten möglichst beidseitig tragen. Das empfehlen Erler und ihre Kollegen. Praktischer noch sei die Nutzung eines Rucksacks. Und der könne bereits unmittelbar postoperativ getragen werden.

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