Rheuma

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 18.01.2007

Plädoyer für ein frühes Einsetzen von Endoprothesen

Bei Arthritis sollen Schäden an Knorpel und Sehne verhindert werden / Endoprothesen werden zunehmend miniaturisiert

WIESBADEN (hub). Warten mit der Op bis es nicht mehr anders geht - das gelte bei Patienten mit Arthritis heute nicht mehr. "Ziel einer Operation ist es, die weitere Zerstörung der Gelenke zu verhindern", sagt Professor Wolfgang Rüther von der Rheumaklinik Bad Bramstedt.

"Eine Arthritis im Schultergelenk schädigt nicht nur den Knochen, sondern auch Knorpel und Sehnen", so Rüther beim Rheumakongress in Wiesbaden. Nur eine frühe Operation könne die volle Funktionsfähigkeit des Gelenks wiederherstellen.

    Junge Menschen können auch mit Endoprothese Sport treiben.
   

Daher sei die Implantation einer Endoprothese indiziert, bevor das Knochen umgebende Gewebe irreversibel geschädigt wird. Heutige Op-Verfahren sind zudem anderes als noch vor fünf Jahren. "Auch Patienten, die zwei Kniegelenksprothesen erhalten, können heute eine Woche nach der Op schmerzfrei gehen - und das ohne Stützen", so Rüther.

Heute orientieren sich Orthopäden nicht mehr am Alter der Patienten, wenn für oder gegen eine Op entschieden wird. "Das ist absolut out." Denn auch junge Patienten könnten gut und lange mit einer Endoprothese leben. "Die Miniaturisierung von Prothesen ist bereits weit fortgeschritten", sagt der Orthopäde. Die Op ist wesentlich weniger invasiv und der Knochen wird durch die kleineren Endoprothesen weitgehend erhalten. "Das verbessert die Optionen bei einem Wechsel der Prothese", so Rüther.

Rüther nennt ein weiteres Argument für eine frühe Op: "Junge Menschen können auch mit Endoprothese sportlich aktiv sein." Die Belastung verkürze nicht die Standzeit der Prothese. Relevant sei hier vielmehr, wie aktiv der umgebende Knochen ist. Das ermögliche ein besseres Einwachsen des Implantats.

Weitere Informationen im Internet unter: www.rheuma-orthopaedie.de und www.dgrh.de, www.rheumanet.org

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »