Ärzte Zeitung, 30.03.2009

Neue genetische Ursache für kurze Finger entdeckt

NEU-ISENBURG (ikr). Berliner Wissenschaftler haben jetzt eine weitere Ursache für die genetisch bedingte Kurzfingrigkeit entdeckt: Eine winzige Verdopplung in den nicht-kodierenden Sequenzen des Erbguts (Am J Hum Gen online). Innerhalb dieser Duplikation befindet sich kein Gen im klassischen Sinn, sondern ein Regulator, also ein Enhancer-Element. Dieses kontrolliert - über eine weite DNA-Strecke hinweg - das Gen BMP2 (Bone morphogenetic Protein 2), das die Musterbildung der Hand und der Finger stark beeinflusst. Das teilt die Max-Planck-Gesellschaft in Göttingen mit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »