Ärzte Zeitung online, 21.07.2009

Forscher: Oberfläche bei Implantaten entscheidend

ERLANGEN (dpa). Die Beschaffenheit der Oberfläche ist neuen Forschungen zufolge für die Verträglichkeit von Implantaten entscheidend. Die Oberflächenstruktur und nicht so sehr die chemische Zusammensetzung der Beschichtung habe einen großen Einfluss auf das Verhalten von Stammzellen aus dem Knochenmark

Unterschiede im Bereich von einigen tausendstel Mikrometern sorgten dafür, dass die Stammzellen entweder abstürben oder aber besonders aktiviert würden, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung der Universität Erlangen-Nürnberg.

In mehrjähriger Arbeit hatten die Wissenschaftler die Relevanz der Nanoskalenmorphologie auf die lebende Materie erforscht. In einem kürzlich veröffentlichten Fachartikel wies die Gruppe um Professor Patrik Schmuki die Wechselwirkungen zwischen der Geometrie der Oberfläche und den Zellen nach. Demnach führen Geometrien von 100 Nanometern zum Absterben der Stammzellen, während auf 15-Nanometer-Strukturen eine deutlich erhöhte Zellaktivität zu beobachten sei. Die Erkenntnisse fließen den Angaben zufolge nun in die Entwicklung der Beschichtung von Implantaten ein.

Zur Pressemitteilung der Universität Erlangen-Nürnberg

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Asthma – oder nur zu dick?

Wenn keuchende, schwer übergewichtige Patienten in der Praxis über "Asthma" klagen, ist Vorsicht geboten. Denn oft sind die Symptome kein pneumologisches Problem. mehr »

Warum Patienten aggressiver werden

Dass Patienten Ärzte verbal angreifen und bedrohen, kommt in Deutschland immer häufiger vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielerorts wappnen sich Mediziner in Praxen und Kliniken gegen die stärker aufkommende Gewalt. mehr »

So berechnen Ärzte den Wirtschaftlichkeitsbonus ihrer Praxis

Die Berechnung des Laborbonus ist nicht ganz einfach zu durchschauen. Aber wer sich damit beschäftigt, kann die Leistungen so zu steuern, dass der Bonus weitgehend erhalten bleibt. Unser Abrechnungsexperte gibt Tipps. mehr »