Ärzte Zeitung online, 17.10.2011

Fünf libysche Verletzte in Hamburg eingetroffen

BERLIN/HAMBURG (dpa). Nach dem Hilfsangebot der Bundesregierung an Libyen sind fünf schwer verletzte Opfer des Bürgerkrieges in Hamburg eingetroffen und untersucht worden.

Zum Zustand der Männer zwischen 23 und 30 Jahren konnte ein Sprecher der Hamburger Asklepios Kliniken am Morgen des 17. Oktober zunächst nichts sagen. Bei ihrer Ankunft seien sie jedoch euphorisch und froh gewesen, in Deutschland zu sein.

Ein 50-köpfiges Team kümmert sich in der Westklinik in Hamburg-Rissen um die libyschen Patienten, die Verletzungen der Wirbelsäule, Gefäßen und Knochen haben.

Ursprünglich war angekündigt worden, dass in einem ersten Schritt am 18. Oktober 40 schwer verletzte Libyer nach Deutschland kommen. Früher als erwartet landete jedoch bereits am Abend des 16. Oktober die erste Maschine mit Patienten in Hamburg-Fuhlsbüttel.

Am 18. Oktober werden nach Angaben der Klinik zehn weitere Verletzte erwartet, darunter drei Kinder. Sie sollen in der Kinderchirurgie der Hamburger Klinik Nord aufgenommen werden.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hatte am 13. Oktober bei einem Besuch in Tripolis die Behandlung von bis zu 150 Verletzten in Deutschland angekündigt. Es handele sich zum Teil um Milizionäre des libyschen Übergangsrats.

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