Ärzte Zeitung online, 25.10.2011

Register für Hüft- und Kniegelenke startet

BERLIN (dpa). Ein bundesweites Register für künstliche Hüft- und Kniegelenkoperationen soll künftig die Zahl unnötiger Eingriffe deutlich vermindern.

Voraussichtlich im kommenden Frühjahr werde mit dem Datensammeln begonnen, kündigte das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) am Dienstag an.

Die Website für das Register wurde nun bereits zum Deutschen Orthopädie- und Unfallchirurgiekongress in Berlin freigeschaltet.

Entlastung bei Halbierung

Eine Halbierung der Eingriffe - wie in Schweden seit Einführung eines Registers geschehen - würde das Gesundheitssystem laut EPRD jährlich mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag entlasten.

Jährlich werden in Deutschland rund 390.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Zugleich sind jedoch auch 35.000 Wechsel-Operationen fällig - deutlich zu viel, meinen Experten.

Bislang waren aber keine verlässlichen Daten über die Ursachen für die Implantat-Auswechslung greifbar. Das Register, in das Daten der Krankenkassen und Kliniken einfließen, soll hier Abhilfe schaffen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »