Ärzte Zeitung, 19.12.2012

Statt Röntgen

Sono macht Armbruch beim Kind sichtbar

BONN. Um Knochenbrüche bei Kindern sichtbar zu machen, bedarf es nicht immer der Röntgenstrahlung. Eine aktuelle Studie belegt, dass viele Unterarmbrüche mit Ultraschall ebenso gut dargestellt werden können wie im Röntgenbild, teilt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) mit.

Da Röntgenstrahlen für Kinder besonders zurückhaltend eingesetzt werden sollten, empfiehlt die DEGUM zur Diagnostik von Knochenbrüchen im Kindesalter möglichst die Sonografie anzuwenden.

Dr. Kolja Eckert aus Essen und Dr. Ole Ackermann aus Duisburg haben gemeinsam mit Kollegen 76 Kinder und Jugendliche mit Verdacht auf Unterarmfraktur untersucht (Pediatric Emergency Care 2012; Volume 28 (9): 851-854).

Die Kinder wurden mit Sono sowie mit der klassischen Röntgendiagnostik untersucht. Mit beiden Verfahren stellten sie 52 Knochenbrüche bei 42 der untersuchten Patienten fest.

Dies bestätige, dass Ultraschall bei metaphysären Unterarmbrüchen, bei denen sich die Knochen nicht verschoben haben, eine geeignete Alternative zur Röntgendiagnostik ist, so Eckert. (eb)

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