Rheuma

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Modul: Periphere Nervenbeteiligung bei rheumatischen Erkrankungen

Ärzte Zeitung online, 24.10.2018

Sportmedizin

MRT zur Bestimmung des Verletzungsausfalls bei Muskelschaden?

BERLIN. Muskelverletzungen – 98 Prozent der Fälle machen Zerrungen oder leichte Muskelfaserrisse aus – gehören zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Neue Therapiekonzepte versprechen eine immer schnellere, vollständige Heilung. "Ob diese Behandlungsansätze wirklich zu einer schnelleren Heilung führen, ist bisher aber nicht durch Studien belegt", erklärt Privatdozent Dr. Raymond Best, Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart und Leiter der Abteilung Sportorthopädie/Sporttraumatologie der unteren Extremität an der Sportklinik Stuttgart, in einer Mitteilung zum Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU).

Experten diskutierten außerdem, ob eine hochauflösende Bildgebung wie die MRT das Ausmaß der Verletzung besser bestimmen könne und so eine genauere Prognose über den Krankheitsverlauf ermöglicht, heißt es in der Mitteilung zum DKOU. Die Heilungszeit sei aber nicht nur von der Größe der Verletzung abhängig; es komme auch darauf an, wie sehr die Funktion des Muskels geschädigt ist, so Best.

Die Dauer eines Verletzungsausfalls könne deshalb auch mit einem Bild, etwa einem MRT-Bild, nicht immer zweifelsfrei bestimmt werden. Für den Experten liegt der Grundstein einer optimalen Heilung in einer gründlichen körperlichen und klinischen Untersuchung. Ein Ultraschall kann helfen, die Verletzung besser einzuschätzen.

Bei der Rehabilitation raten Experten dazu, nicht wieder im vollen Umfang ins Training einzusteigen, sondern die Belastung schrittweise zu erhöhen, heißt es in der Mitteilung zum DKOU 2018. Schmerz sollte dabei ein Warnsignal sein, das Training sofort zu unterbrechen, betont Dr. Gerd Rauch, einer der Kongresspräsidenten.

"Viele Sportler fangen aus persönlichem Ehrgeiz zu früh nach einer Verletzung wieder an, im vollen Umfang zu trainieren", so der Experte, der als Mannschaftsarzt die Handballer vom MT Melsungen betreut. "Sie riskieren dabei aber weitere, eventuell sogar noch schwerere Verletzungen, die zu noch längeren Ausfallzeiten führen können", so die Warnung des Experten. (eb)

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