Ärzte Zeitung, 05.04.2005

Ibandronat einmal pro Monat - das reicht aus

Daten der MOBILE-Studie zur Osteoporose-Therapie / Ähnlich guter Effekt auf Knochendichte wie tägliche Therapie

BASEL (djb). Erhalten Frauen mit Osteoporose nach der Menopause das Bisphosphonat Ibandronat nur einmal pro Monat oral, ist das mindestens so effektiv wie die tägliche Einnahme der Substanz. Das belegen die Daten einer Phase-III-Studie. Für Ibandronat ist zur einmal monatlichen Therapie bei Osteoporose die EU-Zulassung beantragt.

An der MOBILE-Studie (Monthly Oral Ibandronate in Ladies) nahmen 1609 Patientinnen mit Osteoporose teil. Eine Gruppe wurde mit 2,5 mg Ibandronat einmal täglich oral und eine zweite Gruppe mit 150 mg Ibandronat einmal monatlich - ebenfalls oral - behandelt.

Zwei weitere Gruppen erhielten jeweils 100 mg monatlich als Einmaldosis oder verteilt auf zwei aufeinanderfolgende Tage. Primärer Studienendpunkt war die relative Änderung der Knochendichte an der Lendenwirbelsäule (LWS).

Nach einem Jahr Therapie hatte die Knochendichte an der LWS in allen Studienarmen um 3,9 bis 4,9 Prozent zugenommen. Das hat Professor Dieter Felsenberg aus Berlin bei einer von Hoffmann-La Roche und GlaxoSmithKline ausgerichteten Veranstaltung in Berlin berichtet.

Die monatliche Einnahme habe sogar besser abgeschnitten als die tägliche, so Felsenberg. Die Verabreichung von 150 mg einmal im Monat war der täglichen mit 2,5 mg sogar signifikant überlegen. Ebenso war eine signifikante Zunahme der Knochendichte an Hüfte, Femur und Trochanter zu beobachten.

Alle monatlichen Therapieregime waren so sicher und gut verträglich wie 2,5 mg Ibandronat täglich. Sie unterschieden sich, was die unerwünschten Wirkungen betreffe, nicht signifikant von Placebo, hob Felsenberg hervor.

Die Wirksamkeit von Ibandronat auf die Frakturrate ist in einer Placebo-kontrollierten Studie mit fast 3000 Osteoporose-Patientinnen belegt worden. In der Dosierung 2,5 mg einmal täglich reduzierte Ibandronat signifikant im Vergleich zu Placebo das relative Risiko für neue Wirbelkörperfrakturen um 62 Prozent, bei intermittierender Gabe mit einnahme-freien Intervallen von mehr als zwei Monaten um 50 Prozent.

Anhand dieser Ergebnisse könne auf eine ähnlich gute Frakturreduktion bei der monatlichen Therapie geschlossen werden, erläuterte Felsenberg.

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