Ärzte Zeitung, 15.04.2008

Arthritis ist ein Risikofaktor für Osteoporose

Niedrig dosierte Steroide beeinflussen innerhalb eines Jahres nicht die Knochendichte

POSEN (hub). Steroide werden oft mit Osteoporose assoziiert und dann zurückhaltend verordnet. Doch die Krankheiten wie Rheumatoide Arthritis (RA), gegen die Steroide eingesetzt werden, erhöhen selbst das Osteoporose-Risiko.

Einen Vergleich von RA-Patienten mit und ohne Steroid-Therapie mit gesunden Kontrollpersonen wurde in einer polnischen Studie vorgenommen (Clin Rheumatol 27, 2008, 565). Die 62 RA-Patienten erhielten innerhalb des Studienjahres eine Gesamtdosis an Glukokortikoiden von 0,9 g Prednison-Äquivalent oder Placebo. Eine Gruppe war mit Steroiden vortherapiert (kumulative Dosis von im Mittel etwa 4 g). Die meisten erhielten auch Basistherapeutika.

Bei allen RA-Patienten war zu Studienbeginn der Mineralgehalt im Knochen geringer als bei den Kontrollpersonen ohne RA. Am niedrigsten war dieser Wert bei den RA-Patienten mit der Steroid-Vortherapie. Nach zwölf Monaten war bei ihnen sowohl der Knochenmineralgehalt als auch die -dichte weiter reduziert. Eine solche Reduktion wurde in den anderen beiden Gruppen von RA-Patienten nicht beobachtet.

Die Autoren weisen daraufhin, dass Patienten mit RA ein erhöhtes Osteoporose-Risiko durch die Erkrankung haben. Bei ihnen ist der Spiegel an Interleukin-6 (IL-6) erhöht. IL-6 stimuliert die Knochenresorption durch Osteoklastenaktivierung. Und: RA-Patienten bewegen sich oft nur wenig.

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