Ärzte Zeitung online, 23.12.2008

Mit Kathepsin-K-Hemmer gegen Osteoporose?

DENVER (hub). Ein selektiver Kathepsin-K-Hemmer erhöht bei Frauen in der Postmenopause die Knochendichte. Das hat eine Phase-IIb-Studie mit Odanacatib ergeben.

In die Studie wurden 399 Frauen in der Postmenopause einbezogen. Alle hatten eine geringe Knochendichte (T-Score zwischen -2,0 und -3,5). Innerhalb der zweijährigen Studiendauer nahm bei allen Frauen in der Verumgruppe die Knochendichte zu und zwar bei allen drei Dosierungen (10, 25 und 50 mg einmal pro Woche). In der Placebogruppe sank die Knochendichte. Alle Teilnehmerinnen erhielten zusätzlich Kalzium und Vitamin D.

Die Ergebnisse: Bei den 58 Frauen mit 50 mg / Woche Odanacatib stieg die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule um 5,5 Prozent, mit Placebo nahm sie um 0,2 Prozent ab. Auch an der Hüfte wurde eine Zunahme der Knochendichte festgestellt und zwar um 3,2 Prozent - versus minus 0,9 Prozent mit Placebo. Die Daten wurden beim 30. Kongress der US-amerikanischen Gesellschaft für Knochen- und Mineralforschung in Denver vorgestellt.

Odanacatib hemmt selektiv Kathepsin-K. Von dem Enzym wird angenommen, dass es in der Knochenresorption durch Osteoklasten bedeutend ist, vor allem beim Abbau der Proteinkomponenten des Knochens.

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