Ärzte Zeitung online, 03.08.2011

Uni Mainz startet Studie zum Sturzrisiko bei Osteoporose

MAINZ (eb). Osteoporose-Patienten können in Mainz an einer Studie teilnehmen. Sie erhalten dabei Tipps für den Alltag und eine Einschätzung ihres persönlichen Sturzrisikos.

Das Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation und die Orthopädische Klinik der Universitätsmedizin Mainz führen in den nächsten Monaten eine Studie durch, die das Ziel hat, das Sturzrisiko von Patienten mit Osteoporose effektiv zu verringern.

Dafür müssen zunächst die genauen Auslöser und Risikofaktoren erkannt werden, die Stürze begünstigen. Interessierte Teilnehmer können sich jetzt anmelden, teilt die Uni Mainz mit. Die Teilnahme beinhalte eine einmalige Untersuchung.

Etwa ein Drittel der Personen ab dem 65. Lebensjahr hat ein erhöhtes Sturzrisiko, wobei die Zahl der Stürze exponentiell mit dem Alter steigt. Der Sturz zu Boden bei älteren Menschen kann bekanntlich weitreichende Folgen haben - besonders bei Osteoporose - auch Frakturen an Hüfte oder Wirbelsäule.

Operative Eingriffe und lange Reha können die Folge sein, erinnert die Uni Mainz in ihrer Mitteilung. Eine unvollständige Genesung und auch eine sich aufbauende Sturzangst könnten die Lebensqualität und Selbstständigkeit Betroffener in ihrem Alltag stark beeinträchtigen. Die neue Studie soll dazu beitragen, Stürzen bei Osteoporose-Patienten wirkungsvoll vorzubeugen.

Untersuchung dauert etwa 30 Minuten

Teilnehmen kann jeder Osteoporose-Patient, der über 55 Jahre alt ist und keine Begleiterkrankung hat, die das Gleichgewicht oder den Gang beeinträchtigt (etwa Schlaganfall, Polyneuropathie oder chronischer Schwindel).

Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten und beinhaltet eine Einschätzung der körperlichen Aktivität, eine Messung der allgemeinen Mobilität und des Gleichgewichtes sowie eine Untersuchung der Wirbelsäulenstatik und -beweglichkeit, heißt es in der universitären Mitteilung.

Die Teilnehmer erhalten eine Einschätzung ihres persönlichen Sturzrisikos, ihrer Mobilität und ihres Gleichgewichtes. Auf Grundlage der Messergebnisse erfolgt eine Beratung und es werden Tipps für den Alltag gegeben.

Infos und Anmeldung: Antonia Stieger, Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation, Universitätsmedizin Mainz, Tel.: 06131 17-2516, E-Mail: Antonia.Stieger@unimedizin-mainz.de

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