Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung, 13.09.2005

Nahrungsergänzung lindert Rheuma-Beschwerden

Hinweise aus randomisierter Studie mit basischem Mittel

MÜNCHEN (wst). Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis können die Beschwerden unter Einnahme eines basischen Nahrungsergänzungsmittels gelindert werden. Hinweise darauf gibt eine neue Studie.

Die Ergebnisse der Studie hat der Ernährungswissenschaftler Professor Jürgen Vormann vom Ismaninger Institut für Prävention und Ernährung bei einer Veranstaltung in München vorgestellt.

Die moderne westliche Ernährung prädestiniere mit ihrem hohen Anteil an tierischen Proteinen und getreidestämmigen Kohlenhydraten zu einer latenten metabolischen Azidose, sagte Vormann bei der vom Unternehmen Protina unterstützten Veranstaltung.

Eine im Alter nachlassende Nierenleistung begünstige dies zusätzlich. Schon länger werde vermutet, daß sich eine solche geringgradige Übersäuerung des Organismus auch auf die Gelenke auswirkt und die Beschwerden etwa bei rheumatoider Arthritis verstärkt.

In einer neuen randomisierten Untersuchung (Rheumatology 44, 2005, Supplement 1, i79) wurden deshalb 37 Patienten mit stabiler, aktiver rheumatoider Arthritis und mindestens zweijähriger Therapie mit einem nichtsteroidalen Antirheumatikum nach einer Zufallsverteilung einer von zwei Therapiegruppen zugeordnet.

Zusätzlich zur gewohnten Medikation erhielten 19 Patienten zwölf Wochen lang täglich zweimal 15 Gramm eines auf Milchzucker basierenden basischen Multimineral-Ergänzungsmittels (Basica Vital®). Dessen basisches Potential entspreche etwa dem von drei Portionen Obst oder Gemüse, sagte Vormann.

Bewertet anhand einer visuellen Analogskala hatten sich die Beschwerden bei den Patienten, die die Zusatzbehandlung bekamen, in dieser Zeit um durchschnittlich 20 Prozent vermindert, bei den Patienten in der Kontrollgruppe im gleichen Zeitraum dagegen um über zehn Prozent verstärkt. Der Unterschied war signifikant.

Drei Patienten der Interventionsgruppe konnten sogar - zumindest vorübergehend - völlig auf Antirheumatika verzichten. Bei drei weiteren Patienten mit Zusatztherapie konnte der Bedarf an Antirheumatika deutlich reduziert werden.

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