Rheuma

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 14.02.2007

Rheuma Update bringt Kollegen auf den aktuellen Stand

Fortbildung richtet sich an alle an Rheumatologie Interessierte / Zweitägige Veranstaltung voraussichtlich mit 16 Punkten zertifiziert

WIESBADEN (hub). "Seit früher und intensiver mit einer Therapie begonnen wird, sterben weniger Patienten mit Rheumatoider Arthritis am Herzinfarkt." Das sagte Professor Elisabeth Märker-Hermann - zusammen mit Professor Bernhard Manger wissenschaftliche Leiterin des Rheuma Update - im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Den aktuellen Kenntnisstand in der Rheumatologie erfahren Kollegen bei der Fortbildung am 2. und 3. März in Wiesbaden.

Ärzte Zeitung: Gibt es neue Erkenntnisse, die auch für die hausärztliche Praxis relevant sind?

Prof. Märker-Hermann: Die gibt es - zum Beispiel bei Rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasis-Arthritis. Niedrig dosierte Steroide von Beginn an zusätzlich zur Basistherapie bremsen die Progression von Gelenkschäden bei Patienten mit RA besser als Basistherapeutika allein. Und wir hoffen, dass durch die CASPAR-Kriterien - CASPAR steht für Classification of Psoriatic Arthritis - eine bessere Früherkennung von Patienten mit dieser Krankheit erfolgt.

Ärzte Zeitung: Was sind die besonderen Highlights des Rheuma Updates?

Märker-Hermann: Die renommierten Referenten geben die Studien nicht nur wieder, sie ordnen die Ergebnisse ein und bewerten die Relevanz für Klinik und Praxis. So ist etwa belegt, dass weniger Patienten mit Rheumatoider Arthritis an Herzinfarkten sterben, seit früher und intensiver mit einer Therapie begonnen wird. Jeder Teilnehmer erhält zudem einen Ordner mit der kompletten vorgestellten Literatur mit den Kommentaren und allen Folien der Vorträge.

Ärzte Zeitung: Was können die Teilnehmer am Rheuma Update noch erwarten?

Märker-Hermann: Zum Beispiel eine umfassende Antwort auf die Frage, wo stehen wir heute in der Rheumatologie. Oder welche therapeutischen Studienergebnisse des Jahres 2006 lassen eine Zulassung neuer Medikamente in Kürze erwarten. Nach jedem Vortrag kennen die Teilnehmer den aktuellen Stand des Wissens in dem jeweiligen Teilgebiet, etwa zu Rheumatoider Arthritis, Arthrose, Kollagenosen oder Spondyloarthritiden.

Ärzte Zeitung: Was haben hausärztlich tätige Kollegen von einer Teilnahme?

Märker-Hermann: Auch Hausärzte können sich bei der Veranstaltung in der Rheumatologie fortbilden. Im letzten Jahr waren auch einige Hausärzte dabei, und jeder fünfte Teilnehmer war Orthopäde, die restlichen Teilnehmer Rheumatologen. Die inhaltliche Tiefe der Referate setzt allerdings Kenntnisse der Standards in Diagnostik und Therapie voraus. Basiswissen wird beim Update nicht vermittelt. Die Veranstaltung heißt ja auch Update.

Weitere Infos und Anmeldung für das "Rheuma Update 2007" im Internet unter: www.rheuma-update.com; Infos zum Thema Rheuma: www.rheumanet.org

STICHWORT

CASPAR-Kriterien

Nach den CASPAR (ClASsification of Psoriatic ARthritis)-Kriterien liegt eine Psoriasis-Arthritis vor, wenn:

  • Gelenke, Wirbelsäule oder Sehen/Sehnenansätze entzündet sind, und mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllt sind:
  • bestehende Psoriasis
  • anamnestisch bekannte Psoriasis
  • Psoriasis in der Familienanamnese
  • psoriatische Nagelbeteiligung (typische psoriatische Nageldystrophie, einschließlich Onycholyse, Tüpfelnägel und Hyperkeratose)
  • negativer Rheumafaktor
  • bestehende Daktylitis (Schwellung eines vollständigen Fingers)
  • anamnestisch bekannte Daktylitis
  • radiologische Zeichen einer gelenknahen Knochenneubildung (im Röntgenbild im Bereich der Gelenke an Händen und Füßen) (hub)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »