Ärzte Zeitung, 29.04.2009

MTX-Therapie soll in wöchentlichen Abständen erfolgen

Methotrexat ist aus der Basistherapie bei Rheuma nicht mehr wegzudenken. Aus Empfehlungen einer internationalen Expertenkommission, die Anfang des Jahres publiziert wurden, lassen sich Tipps für den Alltag ableiten. Demnach sollte die Initialtherapie mit 10 bis 15  mg pro Woche erfolgen. Gesteigert wird bis maximal 20 bis 30  mg.

Wichtig: Aufklärung über das Einnahmeschema.

Wichtig ist eine präzise Aufklärung. Es gebe immer wieder Knochenmarksdepletionen wegen versehentlicher täglicher Einnahme, berichtete Professor Bernhard Manger aus Erlangen. Blutbild, Leberwerte und Kreatinin sollten vor Therapiebeginn sowie nach zwei und vier Wochen untersucht werden. In der Folge reichen monatliche Kontrollen, später Abstände von drei Monaten.

Bei Kinderwunsch sollte MTX mindestens drei Monate vor der Zeugung abgesetzt werden. "Besser sind sechs Monate, und das gilt auch für Männer", sagte Manger.

Keine Probleme mache MTX bei großen Operationen. Für eine Zunahme von Wundheilungsstörungen gebe es keine Hinweise. Die Unterbrechung einer MTX-Therapie vor orthopädischen Eingriffen reduziere perioperative Komplikationen nicht, könne aber eine Zunahme der Krankheitsaktivität auslösen. (gvg)

Lesen Sie dazu auch:
"Effektiv, nicht aggressiv gegen Typ-2-Diabetes!"
Bei Rheuma ist Rauchen besonders schädlich
Verdacht auf M. Cushing? Blick auf Haut und Muskeln kann ihn erhärten
Neue Strategie bei Typ-2-Diabetes: IL-1-Blockade
Wieviel Kalzium bei Osteoporose?
Mukotympanon bei Kindern - die Therapie bleibt umstritten
Einfaches Schema zur Diagnose bei Schilddrüsenknoten
Keine Scheu vorm Impfen bei Rheuma-Patienten!
Polymyalgia rheumatica: wann ist Biopsie nötig?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »