Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung, 31.08.2009

Rheuma geht schon früh aufs Herz

Infarktrisiko ist schon im ersten Jahr nach Diagnose um 40 Prozent erhöht

KOPENHAGEN (hub). Entzündliches Rheuma schadet bekanntlich Herz und Gefäßen. Dies macht sich schon im ersten Jahr nach der Diagnose bemerkbar, ist jetzt beobachtet worden.

Die neue Erkenntnis haben Forscher beim Rheuma-Kongress in Kopenhagen vorgestellt. Sie werteten Daten von knapp 7700 Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) eines schwedischen Registers aus. Bei allen Patienten waren die ersten Symptome in den zurückliegenden 18 Monaten dokumentiert worden. Verglichen wurden die Daten mit denen einer gleichaltrigen Kohorte ohne RA (Abstract OP-0030). Das überraschende Ergebnis: Schon im ersten Jahr nach RA-Diagnose lag das relative Risiko für einen Herzinfarkt 40 Prozent über dem der Vergleichsgruppe. In den weiteren Jahren verdoppelte es sich fast. Bis zur RA-Diagnose war das Risiko hingegen in beiden Gruppen gleich.

Da das Herzinfarktrisiko bei RA-Patienten auch mit der Krankheitsaktivität verbunden ist, betonen Rheumatologen schon länger die Notwendigkeit einer frühen Diagnose der Erkrankung und effektiven Therapie der Patienten. Dabei müsse auch gegen weitere Risikofaktoren wie Hypertonie, Hyperlipidämie und Diabetes vorgegangen werden. Das liege primär in den Händen des Hausarztes, so Professor Klaus Krüger aus München.

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