Rheuma

12 ausgewählte Kurse, 28 Punkte: In der Sommerakademie von Springer Medizin können Sie schnell und effizient CME-Punkte für Ihre hausärztliche Fortbildung sammeln. Zur Teilnahme benötigen Sie das Fortbildungspaket. Sie erhalten damit 60 Tage Zugriff auf die Sommerakademie zum Preis von nur 29 €: www.springermedizin.de/cme-sommerakademie-teilnehmen
Modul: Periphere Nervenbeteiligung bei rheumatischen Erkrankungen

Ärzte Zeitung, 29.01.2010

Bei Lupus ist so einiges zu beachten

"Eine Schwangerschaft kann die rheumatische Erkrankung beeinflussen und damit auch die Therapie", sagt Dr. Rebecca Fischer-Betz. So führe bei Frauen mit Rheumatoider Arthritis (RA) eine Schwangerschaft bei etwa 70 Prozent zu einer Besserung der Erkrankung und 16 Prozent kämen sogar in eine Remission. "Die Ursache ist unklar", so die Rheumatologin. Möglich sei eine Beeinflussung der Zytokinmuster durch die Schwangerschaft. Sechs bis zwölf Monate nach der Geburt verschwinde der positive Effekt auf die RA aber wieder.

Anders ist das bei Frauen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE). "Hier bedeutet eine Schwangerschaft Komplikationen", warnt Fischer-Betz. "Letale Komplikationen sind heute aber selten." Sie seien seit den 50er Jahren von 17 Prozent auf heute unter 1 Prozent gesunken. Eine Auswertung von 17 Millionen Entbindungen - darunter 13 000 von Frauen mit SLE - habe ergeben, dass die Sterberate schwangerer SLE-Patientinnen bei 0,3 Prozent liege. "Das relative Risiko ist damit um 40 Prozent erhöht", so die Rheumatologin. Risikofaktor Nummer eins ist dabei die ungeplante Schwangerschaft. Hierauf seien die meisten Todesfälle zurückzuführen.

Bei SLE führt eine Schwangerschaft zudem zu Krankheitsschüben: 30 Prozent der Schwangeren mit stabilem SLE haben einen Schub, bei aktivem SLE sogar 50 bis 70 Prozent - meist nach Absetzen von Hydrochloroquin. Malariamittel haben kein erhöhtes Missbildungsrisiko, auch Stillen sei unter der Therapie erlaubt.

Bei SLE-Patientinnen mit bestimmten Antikörpern (SS-A-AK) können Kinder manchmal einen Herzfehler entwickeln. Daher ist es wichtig, diese Schwangeren besonders regelmäßig durch einen erfahrenen Gynäkologen mit betreuen zu lassen. (hub)

Lesen Sie dazu auch:
Hilfe für junge Frauen mit Rheuma
Rheuma und Schwangerschaft - das klappt

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vertragsärzte spielen bei künftiger Notfallversorgung starke Rolle

Nach der Sommerpause steht die Reform der Notfallversorgung an. Ein erster Aufschlag aus dem Bundesgesundheitsministerium zeigt, wohin die Reise gehen wird. mehr »

Beim Hausarzt sind Patienten sicher

Viele Patienten erleiden während ihrer Therapie Schäden, die eigentlich vermeidbar gewesen wären. Hausarztpraxen sind jedoch ein sicheres Pflaster, wie eine Analyse ergab. mehr »

Dauerhaft Kortison fördert Infektionen

Die langfristige Einnahme von Kortikosteroiden, wie bei Polymyalgia rheumatica oder Riesenzellarteriitis notwendig, macht anfällig für teilweise lebensbedrohliche Infektionen: Das Risiko ist bereits bei niedrigen Dosierungen erhöht. mehr »