Ärzte Zeitung online, 29.10.2010

Arthritisforscherin erhält Auszeichnung

Mechanismus entdeckt, wie sich Rheumatoide Arthritis im Körper verbreitet

BAD NAUHEIM (eb). Den diesjährigen Dr. Ernst-Wiethoff-Preis für innovative klinische Forschung hat die Naturwissenschaftlerin Dr. Elena Neumann von der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim erhalten. Die Verleihung des mit 25 000 Euro dotierten Preises erfolgte im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Hamburg. Neumann erhielt die Auszeichnung für Ihre Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Rheumatoiden Arthritis (RA), teilt die Kerckhoff-Klinik mit.

Fraglich war bisher, wie sich die Schädigungen, die durch eine RA an den Gelenken entstehen, auf weitere Gelenke ausdehnen können. Hierzu untersuchten Neumann und ihre Mitarbeiter die Rolle bestimmter aggressiver Bindegewebszellen, der sogenannten aktivierten synovialen Fibroplasten, die bei einer RA Knochen und Knorpel der Gelenke zerstören.

Den Forschern gelang hier erstmals der Nachweis, dass diese aggressiven Zellen über die Blutbahn zu anderen, gesunden Gelenken wandern, diese dann ebenfalls angreifen und zerstören können. Aus dieser Erkenntnis könnten sich in Zukunft neue Therapie-Optionen ergeben, wenn es gelingt, den Übertritt der Bindegewebszellen ins Blut und damit ihre Wanderung zu stoppen.

Der Dr. Ernst-Wiethoff-Preis wurde in diesem Jahr zum achten Male verliehen und geht auf eine Initiative des Unternehmens Abbott zurück.

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