Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung online, 26.08.2011

Rheumatologen kritisieren Zeit- und Kostendruck

Technische Verfahren verdrängen Arzt-Patienten-Gespräch

MÜNCHEN (eb). Zeit- und Kostendruck führen dazu, dass das Arzt-Patienten-Gespräch immer weniger Raum im medizinischen Alltag einnimmt. Technische Untersuchungsverfahren gewinnen dagegen an Bedeutung. Doch gerade in der Rheumatologie ist der intensive Austausch mit dem Patienten grundlegend für eine präzise Diagnose und eine effektive Therapie.

Welche Folgen diese Entwicklung für die Versorgung von Rheumapatienten hat und wie sich die Situation verbessern lässt, diskutieren Vertreter aus Rheumatologie, Politik und Gesundheitswesen anlässlich des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) auf einer Podiumsdiskussion, teilt die DGRh mit.

An der Veranstaltung "Wie können wir den Arzt vor dem Mediziner retten - Zukunft der Versorgung in der Rheumatologie" am 2. September 2011 nimmt auch der bayerische Gesundheitsminister Dr. Markus Söder teil.

90 Prozent der Deutschen erklären, dass sich viele Ärzte nicht ausreichend Zeit für ihre Patienten nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die 2009 veröffentlichte Studie "Typologie der Wünsche" mit über 20.000 Befragten.

"Untersuchungen haben gezeigt, dass der Arzt nach durchschnittlich 18 Sekunden die Schilderung des Patienten das erste Mal unterbricht", berichtet Professor Stefan Schewe, Rheumatologe am Klinikum der Universität München. Schewe ist zudem Sprecher des Rheumazentrums München, das die Podiumsdiskussion organisiert.

Aufwendige technische Untersuchungsverfahren verdrängen zunehmend das ausführliche Gespräch mit dem Patienten. Dieses sei aber gerade in der Rheumatologie von großer Bedeutung und besonders zeitintensiv, erklärt Schewe: "Die wichtigsten Informationen zum Krankheitsbild erhalten wir aus dem Anamnesegespräch und der klinischen Untersuchung."

Im Gegensatz zu technischen Verfahren würden diese jedoch von den Kostenträgern nicht angemessen vergütet. Dadurch könnten Ärzte oft nicht wirtschaftlich arbeiten. Frustration auf Seiten der Ärzte und Unzufriedenheit der Patienten mit ihrer Versorgung seien die Folge, so Schewe.

Wie sich diesem Trend weg vom Gespräch und hin zum vermehrten Einsatz technischer Methoden entgegenwirken lässt, erörtern Experten im Rahmen der Podiumsdiskussion am 2. September 2011 in München.

Neben Dr. Markus Söder und Professor Schewe nehmen unter anderem Dr. Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern, und der Gesundheitsethiker Professor Dr. Paul Ulrich Unschuld an der Diskussion teil. Die Moderation übernimmt Werner Buchberger vom Bayerischen Rundfunk (BR).

Die Veranstaltung wird vom BR aufgezeichnet und am 4. September 2011 von 9.35 bis 10.00 Uhr in der Sendung "B5 Gesundheit" gesendet.

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