Ärzte Zeitung, 02.05.2014
 

Psoriasis-Arthritis

Ustekinumab bei TNF-alpha-Blocker-Versagern

Seine Wirksamkeit gegen PsA hat der Antikörper Ustekinumab bereits in der PHASE-3-Studie PSUMMIT 1 gezeigt. In PSUMMIT 2 wurde es nun bei Patienten mit TNF-alpha-Inhibitor-Vorbehandlung getestet.

MÜNCHEN. An PSUMMIT 2 waren 312 Erwachsene beteiligt, die trotz konventioneller und / oder Therapie mit TNF-alpha-Hemmern an aktiver PsA litten (Ann Rheum Dis 2014, online 30. Januar). Sie wurden randomisiert entweder mit 45 oder 90 mg Ustekinumab oder Placebo behandelt.

Die Antikörper wurden in Woche 0, 4 und dann alle zwölf Wochen s. c. injiziert. Die Kontrollpatienten erhielten in Woche 0, 4 und 16 eine Placeboinjektion, ab Woche 24 dann 45 mg Ustekinumab. Primärer Endpunkt war eine mindestens 20 Prozentige Verbesserung gemäß ACR-Kriterien (ACR20) in Woche 24.

Den erreichten 43,8 Prozent der Ustekinumab-Patienten (43,7 Prozent mit 45 mg, 43,8 Prozent mit 90 mg), aber nur 20,2 Prozent in der Placebo-Gruppe (p < 0,001).

Auch bei der ACR50-Antwort in Woche 24 lag der Antikörper vorn, mit 17,5 Prozent und 22,9 Prozent vs. 6,7 Prozent. Das Ansprechen auf die Therapie blieb bis in Woche 52 erhalten. Die Überlegenheit des Interleukin-12 / 23-Inhibitors zeigte sich auch im DAS28-CRP-Score sowie bei Hautbefund und körperlicher Funktion(PASI bzw. HAQ-DI).

Der Effekt auf die PsA-Symptomatik war unabhängig von einer begleitenden Methotrexattherapie und dem Gewicht der Patienten. Auch die mit TNF-alpha-Blockern vorbehandelten Patienten (n = 180) — die meisten hatten sogar schon zwei oder mehr Wirkstoffe ausprobiert — erfuhren mit Ustekinumab signifikante Besserung, wenn auch in geringerem Ausmaß als die Patienten ohne Anti-TNF-Vorbehandlung.

Die ACR20-Rate nach 24 Wochen betrug 35,6 Prozent, im Vergleich zu 14,5 Prozent mit Placebo.

Fazit: Die von Janssen-Cilag unterstützte Studie PSUMMIT 2 bestätigt die Wirksamkeit von Ustekinumab bei aktiver PsA. Eine signifikante Besserung von Symptomen und körperlicher Funktion ist nach dieser Studie auch bei Patienten mit vorausgegangener Anti-TNF-Therapie zu erwarten. (bs)

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