Ärzte Zeitung online, 08.10.2008

Weitere möglicherweise belastete chinesische Bonbons gefunden

STUTTGART (dpa). In Baden-Württemberg sind in weiteren Asien- Shops chinesische Weichkaramellbonbons der Marke "White Rabbit" beschlagnahmt worden. Die Bonbons sind möglicherweise mit der gefährlichen Chemikalie Melamin verseucht. Dies teilte Verbraucherminister Peter Hauk (CDU) am Dienstag mit.

Die Chemikalie Melamin, die in der Industrie als Bindemittel benutzt wird, wurde in China in großem Stil Milchpulver beigemischt, um damit einen höheren Eiweißgehalt der gepanschten Milch vorzutäuschen.

Die Bundesregierung hatte am vergangenen Donnerstag vor potenziellen Gefahren vor allem für Kinder gewarnt. "Bei einem hohen Verzehr dieser Bonbons über einen längeren Zeitraum ist eine Schädigung der Gesundheit nicht ausgeschlossen", sagte Verbraucherstaatssekretär Gert Lindemann. Nach offiziellen Angaben sind durch melaminverseuchte Lebensmittel in China mehr als 50 000 Säuglinge an Nierensteinen erkrankt, drei Todesfälle sind bestätigt (wir berichteten).

Lesen Sie dazu auch:
Melamin kristallisiert in Nierentubuli und macht Nekrosen

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