Ärzte Zeitung, 13.11.2015

Harninkontinenz

Praktische Informationen für ältere Patienten

BONN. Ältere Menschen reagieren empfindlicher auf Arzneiwirkstoffe als junge. Medikamente zum Beispiel gegen Harninkontinenz können zu unerwünschten Effekten am zentralen Nervensystem führen, wie etwa Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit oder Gedächtnisprobleme, teilt die Deutsche Seniorenliga (DSL) mit.

Solchen Nebenwirkungen könne vorgebeugt werden, indem man auf einen Wirkstoff zurückgreife, der aufgrund seiner chemischen Beschaffenheit die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann und somit das ZNS nicht beeinflusst.

Die Deutsche Seniorenliga bietet unter www.medikamente-im-alter.de auf Basis der PRISCUS-Liste eine Übersicht über die Wirkstoffe an, die älteren Menschen Probleme bereiten können. Es werden Alternativen und Maßnahmen aufgezeigt, die das Risiko für Nebenwirkungen senken.

Informationen speziell zur Harninkontinenz im Alter gibt es unter www.dsl-blasenschwaeche.de sowie in der Broschüre "Blasenschwäche ist kein Schicksal". Der Ratgeber enthält Informationen zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei Harninkontinenz sowie Tipps für den Alltag, etwa zu Ernährung und Hilfsmitteln. (eb)

Der Ratgeber ist kostenfrei übers Internet erhältlich auf: www.dsl-blasenschwaeche.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

MDK lehnt Pflegeanträge seltener ab

Kommen die Pflegereformen bei den Versicherten an? Neuen Zahlen zufolge fallen weniger Antragssteller durchs Raster und erhalten somit Leistungen. mehr »