Ärzte Zeitung, 12.03.2009
 

Aktiv gegen Darmkrebs im Frühling, aktiv das ganze Jahr

Die März-Kampagne, etwa der Felix Burda Stiftung oder der Stiftung LebensBlicke, stärkt Hausärzten den Rücken bei ihren Bemühungen um Prävention. Sie nutzen die Chance.

Von Angela Speth

"Planen Sie, im Darmkrebsmonat März häufiger Tests auf okkultes Blut im Stuhl auszugeben als sonst?" "Streben Sie an, mehr Patienten als sonst zur Koloskopie zu überweisen?" Die Prozentzahlen bei den Antworten der fast 700 Kollegen stimmten beide Male fast genau überein: 27 Prozent wollten ihre Aktivitäten verstärken, weil die Patienten durch die laufende Aufklärung schon vorab Bescheid wissen. 70 Prozent sind das ganze Jahr über so aktiv, dass sie im März vorgehen wollen wie in anderen Monaten auch.

Knapp ein Drittel der Kollegen nimmt den Vorteil wahr, den die Aufklärungsaktionen des Frühjahrs ihnen bieten.

Die Zusammenarbeit mit den Gastroenterologen klappt bei 90 Prozent der Teilnehmer sehr gut, bei 7 Prozent zufriedenstellend, nur bei 1 Prozent besteht kaum ein Austausch.

Auf die Frage: "Was würde Ihnen die Darmkrebs-Vorsorge erleichtern?" plädierten 41 Prozent für mehr Infobroschüren und 50 Prozent für mehr öffentliche Veranstaltungen.

Ein langer Wunschzettel kam durch eigene Vorschläge zusammen - vieles davon mag die Zukunft bringen. Der Wunsch nach mehr Materialien jedoch ist schon jetzt und hier leicht zu erfüllen - dank Internet:

  • Faltblätter in Deutsch, Türkisch, Italienisch und Russisch, den Flyer "Aktiv gegen Darmkrebs", Infos über die Leistungen der Krankenkassen sowie Foliensätze kann man bei www.lebensblicke.de herunterladen.
  • Handzettel, Plakate und die Patientin-Info "In 11 Schritten zur Darmspiegelung" hält die Felix Burda Stiftung bereit. Bestellen kann man sie unter www.felix-burda-stiftung.de, unten rechts "Arzt" anklicken, dann "Projekte".
  • Unter www.darmkrebs.de erhalten Patienten Infos von der Früherkennung bis zur Nachsorge bei Darmkrebs, es gibt ein Forum zum Austausch, Risikotest und Krankenakte zum Herunterladen, Stammbaumanalyse, Listen mit Beratungsstellen und Ärzten, Lesetipps und Film.
  • Einen Foliensatz zur Präsentation vor Patienten, Fragebögen zum familiaren Darmkrebsrisiko in Deutsch und Türkisch zum Download und vieles andere findet man bei www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de
  • Lesen Sie dazu auch:
    Vorsorge lohnt sich für alle - und für manche besonders

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