Ärzte Zeitung online, 12.06.2011

EHEC, verdächtige Sprossen und das Robert Koch-Institut

Die EHEC-Welle ebbt ab, doch viele Erkrankte liegen noch immer in den Kliniken. Ärzte sorgen sich um die gesundheitlichen Folgen, Experten sprechen von der schwersten Epidemie - und Politiker von Manöverkritik. Das Robert Koch-Institut musste derweil eine Panne einräumen.

EHEC, die Sprossen und das RKI

Böse Sprossen? Der Verdacht, dass sie die EHEC-Träger waren, verdichtet sich immer mehr.

© dpa

BERLIN/KOPENHAGEN/KIEL (nös). Die EHEC-Welle ebbt offenbar ab, doch überstanden ist sie nicht. Hunderte Menschen werden noch immer wegen eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) in den Kliniken behandelt. "Weitere Todesfälle sind nicht ausgeschlossen, so schmerzlich das ist", sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) der "Bild am Sonntag".

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnte gegenüber dem Blatt vor den Folgen der HUS-Erkrankung: "Etwa 100 Patienten sind so stark nierengeschädigt, dass sie ein Spenderorgan brauchen oder lebenslang zur Dauerdialyse müssen." EHEC sei weltweit auf dem Vormarsch, es könne immer wieder zu Ausbrüchen kommen.

In Schleswig-Holstein wurden am Samstag 30 neue EHEC-Infektionen und drei weitere HUS-Fälle gemeldet. Aus anderen Bundesländern gab es zunächst keine neuen Zahlen.

WHO-Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab sprach am Samstag von bislang 35 Todesfällen, darunter einer in Schweden. "Der Ausbruch ist der schwerste, der jemals in Europa erfasst wurde", sagte sie in Kopenhagen.

Sprossen sind die Hauptverdächtigen

Die Spur zu den Sprossen eines niedersächsischen Herstellers als mögliche Infektionsquelle hat sich am Wochenende weiter erhärtet. Die führenden Bundesinstitute hatten die Keimlinge am Freitag als Hauptverdächtige ins Visier genommen. "Es sind die Sprossen", sagte Professor Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI).

Kurz darauf wurden Sprossen des Herstellers aus Bienenbüttel in einer Mülltonne in Königswinter bei Bonn gefunden. Zuvor waren zwei Familienmitglieder an EHEC erkrankt.

Der gesunde Familienvater, der nicht von den Sprossen gegessen hatte, übergab die Keimlinge an die Behörden. Das zuständige Untersuchungsamt in Krefeld konnte schließlich den zirkulierenden EHEC-Serotyp O104:H4 nachweisen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigte das Ergebnis am Samstag. Die Probe entspreche den aus Proben von EHEC-Patienten isolierten Stämmen. Institutschef Professor Andreas Hensel nannte den Fund einen "weiteren Stein in der Beweiskette, dass rohe Sprossen als wesentliche Quelle ... anzusehen sind".

NRW-Minister: "Sprossen an die Behörden geben"

Der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) sagte: "Wir können die Indizienkette nun mit einem ganz konkreten Beweis untermauern." Die Sprossen-Hypothese werde damit immer wahrscheinlicher.

Zugleich rief er die Verbraucher zur Wachsamkeit auf. Wer verdächtige Sprossenpackungen des Gärtnerhofes Bienenbüttel finde, solle sie den Behörden zur Untersuchung übergeben, sagte Remmel im WDR.

Bei zwei weiteren Mitarbeiterinnen des Herstellerbetriebs wurde derweil EHEC nachgewiesen. Nach Angaben des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes haben sie bislang jedoch keine Symptome entwickelt. Zuvor war der Erreger bereits bei einer weiblichen Angestellten nachgewiesen worden. Die Frauen sollen regelmäßig von den Sprossen gegessen haben.

Die Untersuchungen gehen weiter

Offen ist allerdings noch immer, wie die Keime überhaupt auf den Hof kamen. Die Behörden suchen in allen Richtungen: Mitarbeiter könnten ihn eingeschleppt haben, das Saatgut könnte schon zuvor kontaminiert gewesen sein, aber auch andere Quellen sind denkbar.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) nahm den Biohof jedoch vor falschen Schuldzuweisungen in Schutz. Der Betrieb habe über eine funktionierende Eigenkontrolle verfügt und alle Hygieneanforderungen erfüllt, sagte er am Freitag. Es gebe keine Hinweis auf schuldhaftes Verhalten.

Derzeit werde weiter nach der Ursache gesucht, erklärte Lindemann am Sonntag in Hannover. Bei den rund 1000 getesteten Proben, darunter fast 300 aus dem Betrieb in Bienenbüttel, habe es kein einziges positives Ergebnis gegeben.

Warnung vor potenziellen Sekundärinfektionen

Experten rieten unterdessen, trotz der Sprossenfunde weiter auf strenge Hygiene zu achten. Der Direktor des Bonner Instituts für Hygiene, Professor Martin Exner, äußerte die Befürchtung, dass es eine Weiterverbreitung von Mensch zu Mensch geben könnte.

Der Münsteraner EHEC-Experte Professor Helge Karch sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel": "Selbst wenn wir jetzt die Infektionsquelle finden, ist es sehr unangenehm, ein derartiges Monster von Erreger in unserer Umwelt zu haben."

Das hessische Sozialministerium warnte am Samstag vor möglichen Sekundärinfektionen. Zuvor waren fünf neue Erkrankungsfälle aus dem Landkreis Göttingen bekanntgeworden, die sich bei einer Familienfeier infiziert haben könnten.

Die Spur führte zunächst zu einem Cateringunternehmen in Kassel. Ersten Befragungen zufolge sollen die Gäste allerdings wohl keine Sprossen gegessen haben, hieß es am Samstag.

Das hessische Ministerium vermutet Schmierinfektionen als möglichen Übertragungsweg. Es rät zu strikter Händehygiene vor allem nach dem Toilettengang und vor dem Essen. Die EHEC-Keime würden auch nach einer durchgemachten Erkrankungen weiter ausgeschieden.

Panne beim Robert Koch-Institut?

Während die Behörden bundesweit weiter nach den Übertragungswegen und Ursachen suchen, geraten die obersten Seuchenbekämpfer am Robert Koch-Institut zunehmend in die Kritik.

Jüngster Anstoß ist eine Informationspanne. Nach einem Bericht des "Spiegel" soll das RKI die Meldung von vier erkrankten Schweden zu spät an die zuständige Landesbehörde weitergeleitet haben.

Der Erkrankungscluster sei deswegen Tage lang nicht untersucht worden. Dem Bericht zufolge war die neunköpfige schwedische Reisegruppe vom 9. bis 12. Mai in einem Hotel in Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern zu Besuch.

Mindestens vier von ihnen hatten sich dort offenbar mit EHEC infiziert, denn wenige Tage nach der Rückkehr wurden sie mit der Diagnose im Krankenhaus aufgenommen. Die schwedischen Ärzte sollen ihren Befund zwar an das Robert Koch-Institut geschickt haben, doch von dort gelang die Meldung offenbar nicht - wie es in solchen Fällen eigentlich üblich wäre - zu den zuständigen Landesbehörden.

Der zuständige Leiter des Fachgebiets 35 für gastrointestinale Infektionen, Professor Klaus Stark, räumte das Versäumnis gegenüber dem Nachrichtenmagazin ein: "Durch ein Versehen sind die Gesundheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern nicht informiert worden."

Auch Institutssprecherin Susanne Glasmacher räumte die Panne ein. Das RKI habe bei den Daten aus Schweden eine Tabelle übersehen, sagte sie am Freitag. "Das ist eine Kleinigkeit, aber das darf nicht passieren." Später seien die Daten allerdings an das Bundesinstitut für Risikobewertung weitergegeben worden.

Kritiker: Zu früh auf einige Gemüse eingeengt

Das RKI muss sich seit Tagen mit Kritik auseinandersetzen. Die Behörde habe bei der EHEC-Krise zu langsam reagiert, sie habe die falsche Strategie verfolgt, heißt es. Den Vorwurf, das RKI habe sich zu früh auf Gemüse als Übertragungsweg festgelegt, sehen Kritiker jetzt durch die Sprossenfunde bekräftigt.

Tatsächlich hat das Institut nach den ersten Meldungen zunächst mit einer explorativen Befragung reagiert: Ein erstes Expertenteam reiste vom 20. bis 21. Mai nach Hamburg und befragte die Patienten mit einem 39-seitigen Formular. Unter anderem sollten die Patienten sich erinnern, was sie in den Tagen zuvor gegessen hatten.

Herauskam, dass die typischen EHEC-Überträger wie rohes Fleisch oder Rohmilch ausschieden. Oft genannt wurden allerdings Blattsalate, Gurken und Tomaten.

Einen Tag später, am 22. Mai befragten die Experten weitere Patienten - diesmal im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie. Der Fragebogen, mit zwei Seiten deutlich kürzer, wollte allerdings nur wissen, ob Spargel, Tomaten, Erdbeeren, Lauch, Möhren, Gurken, Spinat oder Rinderhackfleisch gegessen wurden.

In einer ersten Publikation wenige Tage später hieß es dann: "Erste Ergebnisse ... zeigen einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Verzehr von rohen Tomaten, Gurken und Blattsalaten." (Eurosurveillance 2011; 16(21): 1)

"Kein Anlass, zu zweifeln"

Kritiker monieren, dass die Seuchenbekämpfer sich ab diesem Punkt zu sehr auf die drei Gemüse eingeengt hätten. Nach Sprossen wurde nur noch in zwei weiteren explorativen Erhebungen gefragt, in den Fall-Kontroll-Studien tauchten sie zunächst nicht mehr auf.

Der Chef der RKI-Abteilung für Infektionsepidemiologie, Privatdozent Gérard Krause, sagte dem "Spiegel", in Besprechungen seien natürlich auch die Sprossen diskutiert worden. "Aber die Patientinnen waren sehr ernährungsbewusst und konnten gut Auskunft geben. Wir hatten keinen Grund, an ihren Angaben zu zweifeln."

Inzwischen prüft das Institut allerdings auch wieder auf Sprossen. Und so ist es unter anderem dem RKI mit seiner "Rezeptbasierten-Restaurant-Kohortenstudie" zu verdanken, dass die Sprossen zuletzt überhaupt in den engeren Verdacht geraten sind.

Am Feiertag nicht erreichbar

Eine weitere Panne hat es einem Medienbericht zufolge bei der Erreichbarkeit des Instituts gegeben. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, wollte der Direktor der Medizinischen Klinik am Uniklinik Dresden, Professor Gerhard Ehninger, an Christi Himmelfahrt "einen heißen Tipp" an das RKI melden. Der Arzt hatte einen Patienten behandelt, der Auskunft über seinen Erkrankungsort geben konnte.

Doch beim Institut war offenbar niemand erreichbar. An der Hotline habe man ihn vertröstet, wegen des Brückentags seien die Experten erst am Montag wieder erreichbar, sagte Ehninger der Zeitung. Erst am Montag habe sich jemand bei ihm gemeldet.

Das RKI mag dem Bericht nicht so recht Glauben schenken. Dass niemand erreichbar sei, sei nur schwer vorstellbar, sagte ein Sprecher dem Blatt. Das Lagezentrum sei permanent erreichbar, die Pförtner hätten Anweisungen, die Anrufer entsprechend durchzustellen.

Auch die Meldewege sind in der Kritik

Doch Kritik wird auch bei anderen Aspekten geäußert. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach monierte am Sonntag die bestehenden Meldewege, etwa den Versand per Post. Künftig sollten die Kliniken ihre Fälle direkt per E-Mail an das RKI melden. Lauterbach kündigte in der "Bild am Sonntag" eine Untersuchung im Gesundheitsausschuss des Bundestages an.

Beim RKI zeigt man sich offen für Verbesserungen beim Meldewesen. Man müsse darüber sprechen, sobald die Krise vorbei ist, sagte RKI-Sprecher Günther Dettweiler am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa.

"Das soll ja auch auf der politischen Ebene überprüft werden." Insgesamt gebe es aber "keinen Anlass sich zu beschweren. Das hat gut funktioniert." Dettweiler nannte die EHEC-Welle zudem eine Epidemie, für die es weltweit keine vergleichbaren Ausbrüche gebe.

Gesundheitsminister Bahr regte am Sonntag ebenfalls Manöverkritik an, wenngleich zurückhaltender. "Das Meldeverfahren gehört auf die Tagesordnung", sagte er im Interview mit der "Bild am Sonntag".

Bahr: "Ich kann nicht verstehen, warum die heutigen technischen Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft werden. Hier muss die Kommunikation schneller werden."

Der Minister kündigte an, gemeinsam mit den Ländern die Krisenbewältigung nach dem Abklingen des Ausbruchs zu bewerten. Forderungen nach zentraleren Strukturen in der Seuchenbekämpfung erteilte er mit Blick auf die ehemalige Mammutbehörde Bundesgesundheitsamt jedoch eine Absage: "Der frühere Gesundheitsminister Seehofer hat einst eine solche Zentralbehörde aufgrund schlechter Erfahrungen aufgelöst."

[14.06.2011, 21:44:55]
Dr. Horst Grünwoldt 
Trinkwasser
Das von unseren Wasserwerken produzierte und kommunal gelieferte Trinkwasser ist i.d.R. gesundheitlich unbedenklich und auch genießbar Es ist das am besten hygienisch kontrollierte Lebensmittel der Welt!
Dennoch ist es der Getränke-Industrie gelungen, uns Deutsche zu verführen, abgestandenes oder Co2-begastes Flaschenwasser massenweise (und z.T. teurer als Milch!!) nach Hause zu schleppen.
Es mag sein, daß manche alten Anschlußleitungen in einzelne Haushalte defekt sind und vielleicht sogar noch an Sickergruben verbeiführen.
Unser Trinkwasser aber generell als "fäkal-verunreinigt" oder sogar als aktive "EHEC-Infektions-Qelle" zu bezeichnen, ist absurd.
Dr. Horst Grünwoldt,Hygieniker aus Rostock zum Beitrag »
[14.06.2011, 14:46:13]
Dr. Horst Grünwoldt 
Experten-"Seuchen"-Sprache
RKI- Experten: Die "EHEC-Welle" ebbt offenbar ab...! (was ist das, im Gegensatz zu einer realen "Tsunami"-Riesenwelle?)

K. Lauterbach: "EHEC" ist weltweit auf "Vormarsch" und es könne immer wieder zu "Ausbrüchen" kommen...! (können E. coli -Bakterien vorwärts marschieren und ausbrechen?)

WHO-Direktorin Z. Jakab: Der EHEC- "Ausbruch" ist der schwerste, der jemals in Europa "erfaßt" wurde!

R. Burger (RKI-Präsident): Die "Spur" zu den Sprossen als mögliche (aktive) Infektionsquelle hat sich am Wochenende weiter "erhärtet"!

Untersuchungsamt Krefeld: Konnte den "zirkulierenden" EHEC-Serotyp O104:H4 nachweisen!
A.Hensel (BfR-Chef) bestätigte den "Fund"!

J. Remmel (Grüne, NRW): "Indizien"-Kette wird mit Beweis "untermauert"; "Sprossen an die Behörden geben"! Verbraucher seid wachsam!

H. Karch (EHEC-Experte, Uni Münster): Selbst wenn wir die (aktive) Infektions-"Quelle" finden,haben wir ein "Monster" von Erreger in unserer Umwelt!

S. Glasmacher (Sprecherin RKI): Die Informations-Panne ist eine "Kleinigkeit"! Dafür sind wir sofort mit einem "39-seitigen" Fragebogen an die EHEC-Patienten herangetreten...

Prof. Kekule´(Uni Halle/S.): Der "Killer" - Keim breitet sich schneller aus, als ihm die (Epidemiologen) folgen können" (Kann er das wirklich?)

G. Ehninger (RKI): Wegen des (Himmelfahrts-) "Brücken-Tages" sind die (EHEC-) Experten erst wieder am Montag erreichbar!

G. Dettweiler (RKI-Sprecher: Die EHEC-"Welle" isst eine Epidemie (gr. Bedrohung über dem Volk), für die es weltweit keine vergleichbaren "Ausbrüche" gebe!

Bahr (Ges.Minister): Die Krisenbewältigung wird nach dem "Abklingen" des "Ausbruchs" bewertet werden!

Nota bene: Viren und Bakterien können nicht "sich ausbreiten" und auf allen Vieren durch die Welt marschieren! Auch sind sie nicht zum "Ausbruch" in der Lage, wie dies im Hollywood-Film "Outbreak" fiktiv gezeigt wurde. Ausbrechen können nur Strafgefangene oder Vulkane!
Ganz schlimm, wenn die Mikrobiologen und Mediziner in ihrem Vielmänner- Paper " Weitverbreiteter und anhaltender Outbreak des HUS" von "bloody diarrhoea" (engl. Slang: "verdammter Durchfall") reden, statt den korrekten klin. Begriff "haemorrhagische Diarrhoe/ haemorrhagic diarrhoea" zu schreiben. Es gibt auch keine "agressiven und bösartige" Krankheitserreger!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA für Hygiene und Mikrobiologie), Rostock zum Beitrag »
[13.06.2011, 10:28:29]
Dr. Joachim Malinowski 
Reaktion auf den Artikel
"Oft Fäkalien im Trinkwasser..."
Ich danke Herrn Soddemann ganz herzlich, dass er auf den Mißstand unserer Wasserqualität hinweist.

Ich frage mich aber auch, warum niemand von den Verantwortlichen einen Kommentar dazu schreibt, z.B. dass man sich des Problems bewußt sei und etwas dagegen unternehmen werde oder dass es so nicht stimme usw..

Es passiert aber offenbar gar nichts, es scheint ausgesessen zu werden, was ich skandalös finde.

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[13.06.2011, 10:12:53]
Dr. Joachim Malinowski 
Verspätete Reaktion vom RKI, absolut schlechte Erreichbarkeit per Internet
Das RKI als wichtigste erste Anlaufstelle für medizinische Informationen in dieser Krise war auch für mich nicht wirklich online erreichbar. Langes Warten bis zum Laden der Seiten. Dann Absenden einer Email von mir mit einem Hinweis zu EHEC am 24.5.11, die erst am 9.6.11 automatisch beantwortet wurde.

Das hätte ich mir auch sparen können, da es nun ja sowieso schon zu spät war und es weitere Opfer gegeben hat.

Dieser Mißstand sollte schnellstens behoben werden. Das RKI sollte schneller sein als z.B. der Versandhandel Amazon etc., nicht umgekehrt.

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[13.06.2011, 07:29:11]
Wilfried Soddemann 
EHEC und Sprossen: Trinkwasser in den nassen Keimlingen ist schuld!
EHEC durch Fäkalien im Trinkwasser übertragbar!
Oft Fäkalien im Trinkwasser:
Das Bayer. Landesamt warnt: Legionellen immer im Trinkwasser, Fäkalkeime in bis zu 33% der Proben. Anderswo in Deutschland wird das nicht anders sein. Das UBA berichtet über viele Nachweise von coliformen Bakterien. Prof. Exner, Chef der Trinkwasserkommission vom Bundesgesundheitsministerium, hat oft Enterobacter cloacae im Trinkwasser aus Talsperren nachgewiesen. Das Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hat in Trinkwasser in 20% der Proben Rotaviren gefunden. Der 1. Zwischenbericht Reine Ruhr in NRW betont wie auch der neue Statusbericht die Belastung des Trinkwassers durch Viren. Trinkwasser enthält oft Bakterien, Parasiten und Viren. Liefern von Trinkwasser mit Krankheitserregern steht unter Strafe! Wasserwerke mit der üblichen Technik können Krankheitserreger nicht filtern oder abtöten. Trinkwasser muss mit der Ultrafiltration für 50 Cent je Person und Monat gefiltert werden.

http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
soddemann-aachen@t-online.de  zum Beitrag »

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