Ärzte Zeitung, 09.06.2009

Bei KHK-Patienten bleibt PAVK häufig unentdeckt

NEW YORK(ob). Bei KHK-Patienten bleibt eine gleichzeitig bestehende periphere Verschlusskrankheit (PAVK) anscheinend häufig unentdeckt. Das legen zumindest Ergebnisse einer Studie von Forschern in New York nahe, die bei insgesamt 800 zur Koronarangiografie überwiesenen Patienten einmal systematisch den Knöchel-Arm-Index bestimmt haben (Catheter Cardiovasc Interv 73, 2009, 719).

Bei jedem sechsten Patienten (15 Prozent) entdeckten sie so eine zuvor nicht bekannte PAVK. Die meisten der betroffenen Patienten litten nicht unter den klassischen Claudicatio-Beschwerden. KHK-Patienten mit PAVK hatten im Schnitt stärker ausgeprägte Koronarveränderungen (Mehrgefäßerkrankungen, Hauptstammstenosen) als Patienten ohne PAVK. Die Forschergruppe um Dr. Issam Moussa plädiert deshalb für ein routinemäßiges PAVK-Screening bei allen Patienten mit KHK.

Lesen Sie dazu auch:
Anämie bei Herzschwäche ein ungünstiges Zeichen
Neuer Plättchenhemmer auf gutem Weg

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »