Ärzte Zeitung, 01.06.2004

"Dritter Frühling" - Alter als Chance

In der Reihe "37 Grad" befaßt sich das ZDF heute mit Bundesbürgern um die 60 Jahre

HAMBURG (dpa). Die deutsche Bevölkerung droht zu überaltern, es klafft ein "Rentenloch", und die Krankenkassen rutschen ins Minus - ein Schreckensszenario, das Deutschland noch lange begleiten wird. Auf der anderen Seite genießen viele Menschen, die älter werden, ihren neuen Lebensabschnitt.

Katrin Kammer und Stephan Lamby, Autoren des ZDF-Beitrags "Dritter Frühling" in der Reihe "37 Grad" am heutigen Dienstag um 22.15 Uhr, befassen sich mit Menschen um die 60, die vor einem Neustart in die Zukunft stehen.

Kammer und Lamby beobachten drei Menschen, die ihr Alter nicht als Fluch empfinden, sondern als Chance. Sie fühlen sich frei, endlich Dinge zu tun, die ihnen früher unmöglich erschienen. Eine Metzgerin etwa hat sich einen Traum erfüllt und ein Motorrad gekauft. Mit ihren 63 Jahren und 50 PS ist sie jedes Wochenende unterwegs. Ihr Zweirad, das weiß die Großmutter, ist ein Mittel, um der typischen Langeweile in ihrem Alter zu entkommen. Das Sofa ist einfach der falsche Aufenthaltsort für sie, richtig wohl fühlt sie sich erst auf der Straße.

Auch die anderen Hauptpersonen des Films sind beweglich. Eine 60jährige sucht einen Platz in einer Wohngemeinschaft. Ihre Idee, in einer Gruppe von "Golden Girls" zu leben, zielt nicht auf eine räumliche oder gar wirtschaftliche Verbesserung ihrer Lebensumstände. Sie ist von der Art überzeugt, wie ältere Menschen im Süden leben: in einer großen Gemeinschaft.

Und der dritte im Bunde ist ein ehemaliger Prokurist, der kurz vor seinem 60. Geburtstag plötzlich arbeitslos wurde. Auch er nutzte den Einschnitt für einen Neuanfang. Er will Schauspieler werden - in einer Rolle, die seine eigene ist: als jung gebliebener Alter.

Topics
Schlagworte
Panorama (30929)
Organisationen
ZDF (224)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »