Ärzte Zeitung, 07.09.2004

Ratschläge eines Sexualforschers zu Liebe und Beziehung

Rote Haare hatte die schöne Polin. Sie war die große Liebe. Martin jedoch bekam Zweifel. "Rote Haare, Sommersprossen, sind des Teufels Zeitgenossen", unkte seine Mutter. Der junge Mann schrieb an einen Experten in Sachen Liebe und Sex. Professor Kurt Starke aus Zeuckritz analysiert aus der Sicht des Außenstehenden. Kompletter Unsinn, ist seine Antwort. Und der Sexualforscher geht weiter: Könnte es nicht sein, daß die Mutter lediglich etwas gegen eine Ausländerin hat? Will sie Redereien vermeiden oder fürchtet sie sich vor Komplikationen in der Partnerschaft? Der Wissenschaftler macht letztlich Mut, die Liebe zu wagen.

Seine kompakten Ratschläge zum Thema zwischenmenschliche Beziehungen liegen jetzt gedruckt vor. "Mehr Lust an der Lust" heißt das Büchlein aus dem Verlag Das Neue Berlin. Die Themen reichen weit, von der Frau, die ihren Mann zur Weißglut bringt, über den Besuch bei einer Hure bis zur sexuellen Aufklärung eines Zehnjährigen.

Starke gibt sich bescheiden, ein Ratgeber im klassischen Sinne sei sein Buch nicht. Die Antworten, die der Mittsechziger gibt, basieren auf jahrzehntelangen Untersuchungen unter anderem in der DDR am Leipziger Zentralinstitut für Jugendforschung.

Er will Mut und Sicherheit zur eigenen Entscheidung geben, sozusagen auf wissenschaftlicher Basis. Alle Probleme seien individuell, oft stecken aber gesellschaftliche Prozesse dahinter. (dpa)

Kurt Starke: "Mehr Lust an der Lust". Verlag Das Neue Berlin. 224 Seiten. ISBN 3-360-01255-0. Euro 12,90

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »