Ärzte Zeitung, 12.01.2005

Zwei Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen

BANDA ACEH (dpa). Nach den dramatischen Zerstörungen durch die Flutkatastrophe in Asien sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen mehr als zwei Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. "Wir müssen einen Schlachtplan für die nächsten sechs Monate aufstellen und ihn ständig überarbeiten", sagte die Sprecherin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP), Bettina Lüscher, gestern in einem dpa-Gespräch.

Bisher sind nach Lüschers Angaben gut 8000 Tonnen Nahrungsmittel in den Flutgebieten verteilt worden. 350 000 Menschen in Indonesien und 750 000 in Sri Lanka wurden davon erreicht. "Es ist eine Riesen-Operation, aber wir machen große Fortschritte." Das WFP arbeitet bei der Verteilung mit anderen Organisationen zusammen.

Zur Lage in der von Unruhen erschütterten indonesischen Katastrophenprovinz Aceh meinte die UN-Sprecherin: "Wir halten uns aus politischen Konflikten heraus." Ein Funktionieren der Hilfsaktion sei aber nur mit Unterstützung der Behörden möglich. "Wir arbeiten eng mit der Regierung und dem Militär zusammen."

Nach wie vor kämpfen die Helfer mit Problemen: "Die Logistik ist immer noch schwierig", meinte Lüscher. Das gelte vor allem für den Flughafen von Banda Aceh. Deshalb sei eine Luftbrücke von Malaysia aus eingerichtet worden.

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