Ärzte Zeitung, 05.07.2005

Das Rote Kreuz will Hilfe für Afrika verstärken

BERLIN (eb). Seine Hilfe für Afrika will das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verstärken. Im Zentrum der Afrikahilfe stehen in diesem Jahr die hungernden Menschen im Sudan.

186 Millionen Menschen in Afrika sind unterernährt. 50 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule. Unterentwicklung, Naturkatastrophen und Bürgerkriege haben in vielen Ländern Afrikas zu katastrophalen Entwicklungen geführt.

Schon seit 2000 sei das DRK in 38 von 48 afrikanischen Ländern aktiv, teilt die Organisation mit. Im vergangenen Jahr seien 40 Prozent des Auslandsetats hier eingesetzt worden.

Ein Achtel der Ausgaben hat das DRK schon 2004 für die Hilfe im Sudan ausgegeben. Jetzt hat die Hilfsorganisation ihre Nahrungsmittelhilfe für die Krisenregion Darfur um 25 Prozent erhöht. Das DRK sichert in der Region die medizinische Versorgung von Flüchtlingen und verteilt Saatgut und Nahrungsmittel an Rückkehrer. Außerdem werden Brunnen gebaut.

Weitere Schwerpunkte der Afrikahilfe sind die Bekämpfung von Aids in Mosambik und Lesotho sowie Wasserprojekte in Togo und Somalia. Um die Afrikahilfe aufstocken zu können, ist das DRK dringend auf Spenden angewiesen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »