Ärzte Zeitung, 28.11.2005

Einsatz gegen Ebola und Krim-Kongo

"M.E.T.R.O." - Hamburger Tropeninstitut stand bei neuer ZDF-Vorabendserie Pate

HAMBURG (dpa). Tödliche Viren wie die Erreger von Sars, Ebola oder Vogelgrippe rücken jetzt auch ins Visier der TV-Serienmacher: Unter dem Titel "M.E.T.R.O. - Ein Team auf Leben und Tod" kämpfen demnächst im ZDF Spezialisten des Hamburger Tropeninstituts und Polizisten gemeinsam gegen die gefährlichen Krankheiten.

"Das Thema hat eine Aktualität, die wir beim Schopfe packen wollen", meinte Claus Beling, ZDF-Hauptredaktionsleiter Unterhaltung, in Hamburg. Die Vorabendreihe (mittwochs, 19.25 Uhr) startet am 18. Januar. Nach dem Pilotfilm wird es zunächst zehn Folgen geben.

M.E.T.R.O. steht für Mobile Einsatzgruppe Tropenmedizin, die von Ursula Karven in der Rolle der Ärztin und Michael Roll als Hauptkommissar angeführt wird.

Von Krim-Kongo über Lassa bis hin zu Q-Fieber und Pocken reichen die Themen der Serie, für die es bereits Experten-Lob gab: "Obwohl wir zwar nah am Kiez sind, fehlt bei uns dieses Crime-Element", meinte Hinrick Sudeck, leitender Oberarzt am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg-St. Pauli, fügte aber hinzu: "Detektivisch arbeiten wir allerdings schon, deswegen fühle ich mich dem, was da gezeigt wird, verwandt." Sudeck hatte das Filmteam fachlich beraten.

Zudem war der Tropenmediziner an der Ideenfindung beteiligt. "Bei der Bucharbeit führten notwendige Kürzungen und Vereinfachungen gelegentlich zu mancher kleinen Pirouette. Als Mediziner fragt man sich dann bisweilen: Geht das noch? Und hat dann vielleicht ein bißchen Bauchweh", berichtet Sudeck. Aber "M.E.T.R.O." sei kein Schulungsvideo. Eine solche Einsatzgruppe sei zwar bislang noch Fiktion, aber in Zukunft durchaus denkbar.

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