Ärzte Zeitung, 23.01.2006

Ärzte beklagen anhaltende Gewalt in Darfur

NEU-ISENBURG (Smi). Die Organisation "Ärzte für Menschenrechte" hat einen Report veröffentlicht, in dem die sudanesische Regierung angeklagt wird, nichts gegen den anhaltenden Genozid in der Krisenregion Darfur zu unternehmen ("British Medical Journal" 332, 2006, 140).

Heute beginnt in dem nordafrikanischen Land ein Treffen der Afrikanischen Union. Damit will man auch das Friedensabkommen würdigen, das vor einem Jahr den 22jährigen Bürgerkrieg offiziell für beendet erklärt hat.

Die "Ärzte für Menschenrechte" machen die Regierung im Sudan mitverantwortlich für die Übergriffe der arabischen Milizen auf die schwarzafrikanische Bevölkerung. In der Region Darfur sind fast zwei Millionen Menschen auf der Flucht.

In dem Report beklagt die Ärzte-Organisation, daß die Flüchtlinge durch die Vertreibung keinen Zugang zu sauberem Wasser, zu Nahrung und Medizin haben. Sie seien gezwungen, in unwirtlichen Gegenden dahin zu vegetieren.

Topics
Schlagworte
Panorama (30935)
Organisationen
British Medical (114)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »