Ärzte Zeitung, 24.01.2007

Dyskalkulie - neue Broschüre für Ärzte und Lehrer

OSNABRÜCK (ag). Rechenschwierigkeiten nehmen bei Grundschülern deutlich zu. Seit 25 Jahren kennt die Wissenschaft das Phänomen der Dyskalkulie. Schätzungen gehen davon aus, dass fünf Prozent aller Grundschüler betroffen sind, was bedeutet, dass ungefähr ein bis zwei Kinder pro Klasse von einer Dyskalkulie betroffen sind.

Erzieher und Lehrer bemerken eine Rechenschwäche nicht immer rechtzeitig, denn das Erkennen einer Dyskalkulie ist kein fester Bestandteil der Ausbildung. Vor allem Kinder- und Jugendärzte kennen diese Problematik aus ihrem Praxisalltag.

Zur Unterstützung aller mit diesem Thema befassten Ärzte, Lehrer, Pädagogen und anderen Interessierten hat der Verein für Lerntherapie und Dyskalkulie e.V. in München ein Journal herausgegeben, das sich ausschließlich mit der Rechenschwäche beschäftigt. "Kopf und Zahl" ist ein Medium, das, für Lehrer geschrieben, auch Ärzten und betroffenen Eltern wertvolle Unterstützung sein kann.

"Früherkennung ist besonders wichtig, denn die meisten Schüler können nach einer Therapie normale Rechenleistungen erbringen", so Hans-Joachim Lukow, Leiter des Osnabrücker Zentrums für mathematisches Lernen und Autor verschiedener Publikationen zum Thema Rechenschwäche. "Nicht nur die Schule, auch Kinder- und Jugendärzte sowie Allgemeinmediziner sind häufig mit den psychischen und psychosomatischen Folgesymptomen einer Rechenschwäche befasst."

Das Journal kann im Jahresabonnement als pdf-Datei kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Nähere Informationen zum Rechenschwäche-Journal "Kopf und Zahl" erhalten Ärzte, Interessierte, Lehrer und betroffene Eltern im Internet: www.os-rechenschwaeche.de. Hier kann man das Journal auch abonnieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »