Ärzte Zeitung, 15.02.2008

Gewalt in Darfur: Tausende fliehen vor Soldaten

NAIROBI (dpa). Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist besorgt über das Schicksal der Zivilisten in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur. Dort war es kürzlich zu Luftangriffen und einer Militäroffensive von Regierungstruppen und verbündeten Milizen gekommen. Dies habe zur Flucht von mindestens 7000 Menschen in den Tschad geführt.

Insgesamt seien rund 50 000 Menschen im Nordwesten Darfurs von der Offensive betroffen. UN-Vertreter gingen sogar von der Flucht von bis zu 12 000 Menschen in den Tschad aus. Auch Einrichtungen der Hilfsorganisation in der Stadt Seleia seien angegriffen und geplündert worden, obwohl viele Frauen und Kinder dort Zuflucht gesucht hatten. Flüchtlinge berichteten, Soldaten hätten Häuser angezündet. Auf der Flucht in den Tschad seien Zivilisten zudem von Milizen angegriffen worden.

Topics
Schlagworte
Panorama (32632)
Organisationen
Ärzte ohne Grenzen (457)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »