Ärzte Zeitung, 03.09.2008

Lebenspartner sieht oft dem eigenen Papa ähnlich

LONDON/PéCS (dpa). Der Partner einer Frau sieht oft ihrem Papa ähnlich - das haben ungarische Forscher jetzt genau ausgemessen. Das Gesicht der eigenen Eltern beeinflusst ihrer Studie zufolge die spätere Wahl des Partners.

Das gelte im übrigen auch für Männer: Söhne bevorzugten danach in der Regel Partnerinnen, die ähnliche Gesichtszüge wie ihre Mutter haben, berichten die Wissenschaftler in den britischen "Proceedings" of the Royal Society B, das online vorab verbreitet worden ist.

Das Forscherteam um Tamas Bereczkei von der Universität Pécs in Ungarn hatte bei 312 Erwachsenen aus insgesamt 52 Familien jeweils 14 unterschiedliche Gesichtsabschnitte präzise ausgemessen und später miteinander verglichen.

Daraus ergab sich, dass Töchter insbesondere Männer als Partner bevorzugen, deren zentraler Gesichtsbereich dem der Väter ähnelt.

Söhne bevorzugten hingegen Frauen als Partnerinnen deren unterer Gesichtsbereich, dem der Mutter ähnlich sieht.

Die Wissenschaftler vermuten hinter der Prägung durch den andersgeschlechtlichen Elternteil einen besonderen soziologischen Prozess: Kinder nehmen zunächst spezielle Eigenschaften vom andersgeschlechtlichen Elternteil auf, als Jugendliche oder Erwachsene später bevorzugen sie dann Partner die besondere Ähnlichkeiten zu genau diesem Elternteil haben.

Topics
Schlagworte
Panorama (32499)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »