Ärzte Zeitung online, 08.10.2008

Dickster Mexikaner an Herzinfarkt gestorben - er wog 450 Kilogramm

MEXIKO-STADT (dpa) - Der mit 450 Kilogramm zurzeit vermutlich dickste Mexikaner ist an einem Herzinfarkt gestorben. José Luis Garza Ramírez (47) habe am Morgen über Leibschmerzen geklagt und sei noch in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Zeitung "El Universal".

Dort hätten ihn die Ärzte aber nicht mehr retten können. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks in der Stadt Juárez im nordöstlichen Bundesstaat Nuevo León hatten zuvor erst einmal ein Loch in eine Mauer des Wohnhauses von Garza brechen müssen, da dessen massiger Leib nicht mehr durch die Tür passte.

Mithilfe eines Netzes und dicker Taue sei der fast eine halbe Tonne wiegende Mann dann auf die Ladefläche eines Kleinlastwagens gehievt worden.

Garza, der weitgehend bewegungsunfähig war und sein Wohnzimmer schon seit zwei Jahren nicht mehr verlassen konnte, habe schon seit Tagen weder essen noch schlafen können. Bei einem Hausbesuch habe ein Arzt jedoch nur eine schmerzhafte Entzündung der Magenschleimhaut diagnostiziert, hieß es weiter. Am Dienstag aber habe sich sein Zustand dann extrem verschlechtert, und die Angehörigen entschieden, ihn ins Krankenhaus bringen zu lassen.

Ein anderer Mexikaner, Manuel Uribe, war bis vor einiger Zeit noch wesentlich dicker als Garza. Uribe wog zeitweise bis zu 560 Kilogramm und galt damit als einer der dicksten Menschen der Welt. Inzwischen speckte er jedoch mithilfe einer Spezialdiät und unter ärztlicher Kontrolle etwa 250 Kilogramm ab und will heiraten.

Garza hatte noch kurz vor seinem Tod Uribe um Rat gebeten, wie er abnehmen könne. In einem Brief beschrieb Garza, dass er schon seit früher Kindheit übergewichtig gewesen sei. Richtig dramatisch aber sei die Gewichtszunahme nach dem Tod seiner Eltern vor zwei Jahren geworden, als er begonnen habe, zwanghaft zu essen, schrieb Garza. Der möglicherweise dickster Mensch der Welt soll eine Ägypterin mit geschätzten 600 Kilogramm sein.

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