Ärzte Zeitung online, 09.10.2008

Nobelpreis für Literatur geht an den Franzosen Le Clézio

STOCKHOLM (dpa). Der diesjährige Nobelpreis für Literatur geht an den französischen Schriftsteller Jean-Marie Gustave Le Clézio. Das teilte die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm mit. Der Preis wurde dem 68 Jahre alten Autor zuerkannt, "dem Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase, dem Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation".

Le Clézio gehörte in diesem Jahr zum erweiterten Favoritenkreis. Der am 13. April 1940 in Nizza geborene Le Clézio wurde mit seinen zivilisationskritischen, zum Teil autobiografischen Romanen um versunkene, weit entfernte Welten zu einem der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart. Viele Werke des am 13. April 1940 in Nizza geborenen Autors sind auch auf Deutsch erschienen wie "Der Goldsucher", "Onitsha", "Ein Ort fernab der Welt" und "Revolutionen". Zuletzt erschien von ihm auf Deutsch "Der Afrikaner".

Im vergangenen Jahr ging die berühmteste Literaturauszeichnung der Welt an die englische Autorin Doris Lessing. Der Nobelpreis ist mit umgerechnet einer Million Euro (zehn Millionen schwedische Kronen) dotiert. Er wird traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833 bis 1896) vom schwedischen König überreicht.

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