Ärzte Zeitung online, 27.10.2008

Mutter ertränkt behinderten Dreijährigen in Frankreich

PARIS (dpa). Eine verzweifelte Französin hat ihren drei Jahre alten behinderten Sohn in einer Badewanne ertränkt. Kurz zuvor habe sie erfahren, dass der Junge nie laufen lernen würde, berichtete die Zeitung "Le Parisien" am Montag.

Die Polizei nahm die 26-Jährige fest. Sie lebte von dem Vater des Jungen getrennt, das Kind war bei einer Pflegefamilie untergebracht.

Die Mutter hatte ihren Sohn am Wochenende dort abgeholt und war mit ihm bis in die Region Auvergne gefahren. In einem Hotelzimmer habe sie den Jungen in der Badewanne ertränkt und anschließend die Pflegeeltern angerufen. "Sie war mit der Behinderung ihres Sohnes überfordert", sagte ihr Anwalt. Die Frau war zuvor mehrfach in psychologischer Behandlung gewesen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »