Ärzte Zeitung online, 24.11.2008

New Yorkerin verklagt Krankenhaus: Hände und Füße verloren

NEW YORK (dpa). In New York hat eine 32-jährige Frau nach Angaben ihrer Anwälte Hände und Füße verloren, weil sie im Krankenhaus falsch behandelt wurde. Die dreifache Mutter war Mitte September wegen starker Schmerzen in die Klinik gekommen. Die Ärzte diagnostizierten einen Nierenstein und schickten sie mit Schmerzmitteln wieder heim, eine Blutuntersuchung wurde nicht gemacht.

Als die Frau am nächsten Tag erneut ins Krankenhaus kam, waren ihre Hände und Füße wegen einer Infektion bereits von der Blutversorgung abgeschnitten, bald setzte Wundbrand ein. Zwei Wochen später mussten die Gliedmaßen amputiert werden, berichtete die "New York Daily News" am Samstag. Zudem wurde die Frau fast blind.

Am Freitag wurde die 32-Jährige aus dem Krankenhaus entlassen. Sie soll nun in einer Reha-Klinik Prothesen bekommen. "Mein Ziel ist, noch vor Weihnachten mit Händen und Füßen heimzukommen, damit ich mit meiner Familie und Freunden feiern kann", sagte sie. Die Anwälte haben die Klinik auf 100 Millionen Dollar (80 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt.

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